Bildung

«Überdrehte Schüler»: Luzerner Sekundarschule verbietet Energydrinks

Wasser und Tee statt Red Bull und Cola: Dieses Regime gilt neuerdings an der Sekundarschule im luzernischen Hitzkirch. Grund für die drakonische Massnahme: Die Schüler waren ob des Konsums von Red Bull und Co. überdreht und unkonzentriert.

Die Sekundarschule Hitzkirch verbietet den Konsum von Energydrinks und Süssgetränken auf dem Schulareal. «Wir können die Schüler nicht Gesundheit lehren und gleichzeitig dulden, dass solche Getränke konsumiert werden», erklärt Schulleiterin Andrea Martin in der «Neuen Luzerner Zeitung». Offiziell erlaubt seien nur noch Wasser und ungesüsster Tee.

Hitzkirch ist nicht die erste Schule, die von Energydrinks nichts hält. Auch in Gerzensee BE, Neuendorf SO und Rümlang ZH sind die Drinks verboten.

Unkonzentrierte Schüler

Grund für das Verbot sei die aufputschende Wirkung der stark koffeinhaltigen Getränke. Es habe Fälle von Schülern gegeben, die nach dem Konsum im Unterricht überdreht und unkonzentriert gewesen seien. «Wir wollen lebendige Schüler und Schülerinnen in unseren Schulzimmern», sagt Martin, «aber ein geordneter Unterricht muss möglich sein.»

Schützenhilfe erhält die Leiterin der Sekundarschule von Schulzahnart Hans Elmiger: Die «unselige Kombination» aus Glukose und Zitronensäure würde die Zähne der Schüler «vermehrt und beschleunigt» schädigen.

Die Eltern begrüssten den Entscheid, wie Martin sagt. «Bisher gab es nur positive Rückmeldungen.» Die Schüler dagegen finden es weniger lustig. (rsn)

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