"Eine Autobombe explodierte genau in dem Moment, in dem die Gläubigen aus der Moschee kamen", berichtete ein Arzt aus der 370 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen zweitgrössten irakischen Stadt.

Ebenfalls in Mossul wurden nach Polizeiangaben zwei Christinnen bei der Explosion eines Sprengsatzes vor ihrem Haus verletzt. Die Region um Mossul gilt als Hochburg des Terrornetzwerks El Kaida und anderer sunnitischer Aufständischer.

In Bagdad wurden bei mehreren Anschlägen auf schiitische Pilger vier Menschen getötet und 18 weitere verletzt. Wie aus dem Innenministerium verlautete, starben im Stadtteil Sadr City drei schiitische Pilger in einem Bus, als bei ihrer Heimkehr aus dem 110 Kilometer südlich der Hauptstadt gelegenen Kerbela eine Bombe am Strassenrand explodierte. Acht weitere Menschen wurden verletzt.

Bei zwei weiteren Anschlägen auf Pilgerbusse wurden ein Mensch getötet und zehn weitere verletzt. Auch in den Vortagen waren mehrere anreisende Pilger bei Anschlägen getötet worden.

In der heiligen Schiiten-Stadt Kerbela feierten in der Nacht hunderttausende schiitische Gläubige die Geburt des Iman Mahdi. Der zwölfte Imam aus dem neunten Jahrhundert wird von den Schiiten besonders verehrt.

Laut Weissagung soll er eines Tages zurückkehren und Gerechtigkeit und Frieden auf die Welt bringen. Bei dem Pilgerfest, eines der wichtigsten der Schiiten, ziehen die Gläubigen zum Mausoleum des Imams.