Prostitution

Über 1000 Prostituierte mehr in der Stadt Zürich

Prostituierte auf dem Strassenstrick am Zürcher Sihlquai

Prostituierte auf dem Strassenstrick am Zürcher Sihlquai

1050 neue Prostituierte hat die Stadtpolizei Zürich im letzten Jahr gezählt. Fast zwei Drittel stammen aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Polen. In Zürich dürften heute über 2600 Prostituierte ihre Dienste feilbieten.

Polizeisprecherin Judith Hödl bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte. Spezialisten der Fachgruppe Milieu- und Sexualdelikte der Stadtpolizei erfassen die Neueinsteigerinnen bei Kontrollen. 2009 hatten sich 795 Frauen neu in Zürich prostituiert.

Abgenommen hat dafür die Zahl der Etablissements: von 270 im Jahr 2009 auf 252 im vergangenen Jahr.

Um was für Männer es sich bei den Feiern handelt, die für die Nachfrage nach käuflichem Sex sorgen, konnte Hödl nicht sagen. Die Freier werden zwar hin und wieder kontrolliert, nicht aber registriert.

Überarbeiteter Strichplan im Frühling

Mit einer neuen Prostitutionsverordnung will die Stadt die Bevölkerung besser vor dem horizontalen Gewerbe schützen sowie Sicherheit und Arbeitsbedingungen der Prostituierten verbessern. Der Stadtrat hat die neue Verordnung am 19. Januar in die Vernehmlassung geschickt.


Unter anderem sollen neu Strichzonen festgelegt werden. Wer ausserhalb dieser Zonen anschafft, riskiert eine Busse. Wie Polizeivorstand Daniel Leupi (Grüne) im Januar sagte, sollen neu auch Freier gebüsst werden können. Ein überarbeiteter Strichplan soll im Frühling ausgeschrieben werden. (sda)

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