Tsvangirai schliesst Anschlag als Unfallursache aus

Morgan Tsvangirai (Archiv)

Morgan Tsvangirai (Archiv)

Nach dem schweren Verkehrsunfall hat Simbabwes Regierungschef Morgan Tsvangirai einen Mordanschlag ausgeschlossen. Der Vorfall sei ein Unfall, bei dem unglücklicherweise seine Frau Susan ums Leben gekommen sei, sagte er in der Hauptstadt Harare.

Der Regierungschef war kurz zuvor aus dem benachbarten Botsuana zurückgekehrt, um die Beerdigung seiner Frau vorzubereiten. In Botsuana hatte sich Tsvangirai am Wochenende medizinisch untersuchen lassen.

"Ich fühle mich gut", sagte Tsvangirai nach seiner Landung auf dem internationalen Flughafen von Harare vor Journalisten. Der Regierungschef trug keine sichtbaren Verbände, schien aber noch ein von dem Unfall geschwollenes Gesicht zu haben.

Tsvangirai wurde nach seiner Ankunft zu seinem Haus in Harare gebracht, wo er gemeinsam mit seinen Kindern und weiteren Angehörigen die Beerdigung seiner Frau vorbereiten wollte.

Nach Angaben von Tsvangirais Partei Bewegung für einen Demokratischen Wandel (MDC) soll Susan Tsvangirai in dem Haus der Familie aufgebahrt werden. Am Dienstag ist eine Trauerzeremonie in einem Stadion in Harare geplant, am Mittwoch soll die 50-Jährige in ihrer Heimatstadt Buhera beerdigt werden. Die Tsvangirais waren 31 Jahre verheiratet und hatten sechs Kinder.

Der Geländewagen des Politikers war am Freitag bei Harare mit einem Lastwagen zusammengestossen. Die näheren Umstände des Unfalls blieben zunächst unklar. In Simbabwe wurde nach dem Unfall wild über die Ursache spekuliert, Gerüchte machten die Runde.

Der wichtigste Gegenspieler von Präsident Robert Mugabe überlebte nach eigenen Angaben bereits vier Attentatsversuche.

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