Immobilien
Trotz tiefer Zinsen: Der Traum vom Eigenheim rückt in weite Ferne

Die Hypothekarzinsen sind so tief wie nie zuvor. Doch vielen Schweizerinnen und Schweizern ist der Weg zum eigenen Haus versperrt, wie eine Analyse des Beratungsunternehmens Moneypark zeigt.

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Ein Haus können sich viele in der Schweiz nicht leisten. (Symbolbild)

Ein Haus können sich viele in der Schweiz nicht leisten. (Symbolbild)

KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

Die Erhebung belegt, dass sich sehr viele Haushalte nur gerade eine Immobilie zu einem Preis zwischen 100 000 und 596 000 Franken leisten können. Die zweitunterste Preiskategorie – dort liegt die Preisspanne zwischen 596 001 und 780 000 Franken – ist bereits für die Hälfte aller Haushalte unerreichbar.

Für Moneypark-Chef Stefan Heitmann ist das Eigentum aber klar die bessere Wahl als die Miete, wie er in der SonntagsZeitung sagt. Die finanzielle Belastung beim Mieten schätzt er als etwa doppelt so hoch ein wie beim Kauf. Die grösste Hürde für den Eintritt in den Immobilienmarkt ist die sogenannte Tragbarkeitsberechnung.

Bei ihr simulieren Banken, welche Folgen ein Zinsanstieg auf 4,5 oder 5 Prozent für einen potenziellen Hauskäufer hätte. Müsste dieser in einer solchen Situation mehr als ein Drittel seines Einkommens für die Bedienung der Schulden aufwerfen, verweigert ihm die Bank den Kredit.

«Angesichts des heutigen tiefen Zinsniveaus ist die Annahme von 5 Prozent jedoch viel zu hoch», kritisiert Heitmann. «Die heutige Praxis schliesst zu viele Schweizer vom Hypothekarmarkt aus.»