Bilanz
Trotz Kältewelle: Wintermonate statistisch gesehen leicht wärmer als im Durchschnitt

Die subjektive Wahrnehmung täuscht wohl bei vielen: Trotz der Kältewelle von Ende Januar war der Winter 2017/2018 statistisch gesehen leicht zu warm. Dies zeigt die Bilanz des Wetterdienstes SRF Meteo.

Drucken
Teilen
So schön kann Kälte sein – Bildergalerie zu den eisigen Temperaturen in der Schweiz
46 Bilder
Vereiste Feldstecher in Genf.
Eislandschaft am Neuenburgersee.
Gleisschäden, Fahrleitungsstörungen, vereiste Bahnanlagen: Die SBB haben mit der Kälte zu kämpfen.
Wer am Mittwochmorgen das Haus verliess, musste erneut frieren: Nun soll es aber langsam wieder wärmer werden.
Die Nacht auf Mittwoch war in vielen Teilen der Schweiz die Kälteste des Winters. -12,8 Grad zeigte das Thermometer etwa in Zürich-Kloten an. In Bern waren es -12,7.
Frieren bei Minustemperaturen: Da hilft nur dick einpacken.
Nirgends war es so kalt in der Nacht auf Dienstag wie auf der Glattalp im Kanton Schwyz.
Der Schneehase lagert Luft in seinem Fell ein und schützt sich so vor der Kälte.
Eiszauber am Hafen in Romanshorn.
Eisige Kunst am Bodensee.
Je tiefer das Thermometer sinkt, desto härter werden die Bedingungen um draussen zu arbeiten.
Bilder von der sibirischen Kälte in der Schweiz 2018 Das Sörikertobel in Muri ist bei winterlichen Temperaturen fast ein Märchenland.
Natürliche Eisskulpturen in Romanshorn – die eisigen Winde haben am Hafen von Romanshorn TG Eisskulpturen gebildet, die Passanten anlocken.
Kälte in der Hofstatt: Beim Hofstatt-Brunnen in Brugg gefriert das Wasser.
Leserbilder von der eisig schönen Kälte.
Bei der Kälte gefriert sogar das Regenwasser, das durch diese Rinne in Klingnau AG fliesst.
Ein Langläufer trotzt der Bise auf dem Col du Marchairuz.
Herrliches Winterwetter in Flims.
Zeichnungen der Natur in der Kälte.
Eiszapfen glitzern wie Diamanten vor einem Wasserfall im oberen Baselbiet.
Auch am Hallwilersee war's heute Montag kalt
Frostiger Montag am Hallwilersee.
Auch ein Bächlein wird zur Eisschönheit.
Mit ein bisschen Fantasie: ein Einhorn aus Eis.

So schön kann Kälte sein – Bildergalerie zu den eisigen Temperaturen in der Schweiz

URS FLUEELER

Im Januar sei es nördlich der Alpen rund fünf Grad zu warm gewesen im Vergleich zur klimatologisch relevanten Norm der Jahre 1961 bis 1990, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. In Basel und Genf war es demnach der wärmste Januar seit Beginn des 19. Jahrhunderts.

Insgesamt resultiert laut den Meteorologen ein Wärmeüberschuss von rund einem Grad. Im Süden seien die Temperaturen rund ein halbes Grad über dem Schnitt der Jahre 1961 bis 1990 gewesen. Im Hochgebirge sei der Winter sogar ein halbes Grad zu kalt ausgefallen.

Weil der zu Ende gehende meteorologische Winter gleichzeitig an vielen Orten ein äusserst trüber war, fiel laut SRF Meteo vergleichsweise viel Schnee. Im Mittelland sei generell etwa 50 Prozent mehr Niederschlag als sonst zu dieser Jahreszeit gefallen.

Auch die Sonnenstunden seien rar gewesen. In Bern und Zürich war gemäss Wetterstatistik seit der Jahrhundertwende kein Winter so grau. Nicht zuletzt dürften die zahlreichen kräftigen Stürme Anfang Dezember wohl einigen in Erinnerung bleiben.

Die Schäden nach dem Sturm «Burglind»:

Das Waldstück bei Kestenholz wurde durch den Sturm «Burglind» arg in Mitleidenschaft gezogen.
26 Bilder
Das Waldstück bei Kestenholz wurde im Januar 2018 durch den Sturm «Burglind» arg in Mitleidenschaft gezogen.
So hat Burglind in Fulenbach gewütet
Ein Mann duckt sich vor einer grossen Welle in Vevey am Genfersee.
Auf dem Campingplatz Wiggerspitz in Aarburg verschob der Sturm Burglind eine ganze Reihe Wohnwagen, einen kippte er gar.
Dieser Lastwagen fiel «Burglind» zum Opfer. Er blockierte die Durchfahrt auf der Autobahn A1 Fahrtrichtung Bern zwischen Oensingen und Niederbipp.
Unwetterschäden Sturm Burglind Region Olten
Kein Bänkliwetter am Zugersee.
In Suhr stürzte ein Baugerüst um.
Aus den Gondeln der Pizolbahn in Bad Ragaz (GR) mussten mehrere Menschen evakuiert werden. Die Leitungen der Bahn waren von fallenden Bäumen getroffen worden.
In Münchenstein (BL) stürzten unter anderem Bauabschrankungen und ein WC-Häuschen um.
Zwischen Oensingen und Niederbipp kippte ein Lastwagen.
Wegen mehreren umgekippten Lastwagen war die A1 Fahrtrichtung Bern für zwei Stunden gesperrt.
Ein Baugerüst an einem Neubau in Littau (LU) landete am Boden.
Als sich "Burglind" verzog, bildete sich ein Regenbogen über dem Genfersee.
Acht Verletzte gab es bei einer Entgleisung der Montreux-Berner Oberland-Bahn in Lenk.
Zwischen Bremgarten und Wohlen fiel ein Baum auf ein Auto. Der Fahrer verletzte sich leicht.
In Full-Reuenthal hat "Burglind" die Linde beim Schulhaus gefällt. Sie galt hier als ein Wahrzeichen.
In Volksdorf (D) ist eine Windkraftanlage eingeknickt.
Baum auf Auto in Bern.
Ein Kleinflugzeug wurde auf dem Gelände der Ruag beim Flugplatz Buochs (NW) auf den Rücken gelegt.
Auf dem Wettsteinplatz brachte "Burglind" einen Weihnachtsbaum zum Kippen.
In Zug stürzte ein Anhänger auf ein Auto.
Auch in der Region Olten hinterliess der Sturm Spuren.
Zwischen Rünenberg (BL) und Gelterkinden (BL) wurde ein Fahrzeug der Feuerwehr von einem umstürzenden Baum getroffen und massiv beschädigt.
In Laufen (BL) fiel ein grosser Baum genau neben ein Haus. Dabei beschädigten die Wurzeln das angrenzende Trottoir und die Mauer des Grundstücks.

Das Waldstück bei Kestenholz wurde durch den Sturm «Burglind» arg in Mitleidenschaft gezogen.

KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ