Trotz Gestank: Umstrittener Schweinestall wird gebaut

Andreas Müller kann seinen umstrittenen Schweinemaststall auf dem Gebiet «Paffematte» in Bünzen voraussichtlich realisieren. Mit 108 Ja- zu 62 Nein-Stimmen genehmigte die Versammlung die Teilrevision der Nutzungsplanung.

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Hanna Widmer

Schon im Vorfeld sorgte das Begehren von Andreas Müller, 0,8 Hektaren im Gebiet «Pfaffematte» nördlich der Kläranlage Chlostermatte in eine Intensiv-Landwirtschaftszone umzuwandeln, für hitzige Diskussionen. Mit Flugblättern wehrte sich ein Teil der Bevölkerung gegen «Lärm und Gestank», der aufgrund des Schweinemastbetriebs entstehe und damit den gemütlichen Spaziergang im Renaturierungsgebiet entlang der Bünz verunmögliche.

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Aargauer Zeitung

Auch an der Gemeindeversammlung wurden Einwände präsentiert. Rütihof-Biobauer Roman Abt - als Landanstösser direkt betroffen - kritisierte das laute Geschrei der Schweine beim nächtlichen Verladen sowie die Tatsache, dass der Westwind den Geruch direkt ins Dorf tragen würde. Er schlug vor, Müller sollte den Standort ins Bünzermoos verlegen, wo er neben den Betrieben von Werder und Keusch mit einem Schweinemaststall «in guter Gesellschaft» sei. Als weitere Alternative zeigte sich Abt bereit, seinen 1,5 Hektaren umfassenden Landbesitz im Zittlermoos mit Müller abzutauschen. Andreas Müller ging kompetent auf die Fragen ein und überzeugte die Versammlung. Die Teilrevision wurde mit 108 zu 62 Stimmen angenommen.

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