Die FDP-Spitze will nicht mit Bundesrat Hans-Rudolf Merz in den Wahlkampf 2011. Zu viele unschöne Kleckse hat es auf seiner Weste im Zusammenhang mit der Libyen-Affäre.

Vor knapp zwei Wochen erklärte Parteipräsident Fulvio Pelli in einem Interview, dass Diskussionen über den Rücktritt von Merz im Gange seien. «Ein Rücktritt in diesem Jahr ist wahrscheinlicher als erst Anfang 2011», sagte ein der Parteileitung nahestehender Freisinniger gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Vielleicht ist es schon im Juni soweit, dann wäre ein guter Zeitpunkt, um Merz einen guten Abgang zu bescheren: Bringt er den UBS-Staatsvertrag mit der USA durch, könnte er mit einem Erfolg abtreten.

In den vergangenen Tagen und Wochen wurden bereits mehrere Namen für mögliche Nachfolger genannt: St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter, die Nationalrätinnen Gabi Huber und Christa Markwalder oder Ratskollegen Ruedi Noser und Johann Schneider-Ammann. (skh)