Anfang Jahr gab es in der Schweiz 3612 öffentlich zugängliche Markentankstellen, wie die Erdölvereinigung (EV) mitteilte. Dies sind 18 Stationen weniger als ein Jahr zuvor.

Über das grösste Netz verfügte mit Abstand AVIA (708 Tankstellen), gefolgt von Agrola (429), BP (401), Shell (344) und Tamoil (321).

Tankstellen mit Shops gab es 1316 - mittlerweile können Autofahrer an mehr als jeder dritte Tankstelle Einkäufe tätigen. Es enstanden allerdings nur mehr grössere Läden - Tankstellen mit Shops kleiner als 50 Quadratmeter gab es 13 weniger als Ende 2008.

Für die Mineralölfirmen sind die Tankstellenshops bedeutend: 71 Prozent des Treibstoffs wird an solchen Stationen abgesetzt, besonders intensiv werden die Zapfsäulen an Standorten mit grossen Läden genutzt.

EV-Geschäftsführer Rolf Hartl führt die vielen neuen Tankstellenläden auf das veränderte Beruf- und Freizeitverhalten zurück. Die Shops könnten mit längeren Öffnungszeiten auftrumpfen und seien gut erreichbar.

Der Boom habe Mitte der 90er Jahre eingesetzt. "Mittlerweile nähern wir uns der Sättigungsgrenze", sagte Hartl der Nachrichtenagentur SDA. In den nächsten Jahren dürften nicht mehr ganz so viele neue Shops entstehen wie zuletzt.

Weniger beliebt sind Selbstbedienungs-Tankstellen mit Kasse: Anfang 2009 existierten statt 1404 nur noch 1366 davon. Tankstellen mit Bedienung sowie unbemannte Tankstellen gab es leicht mehr als Ende 2008. Die Zahl der Tankstellen mit Dieselöl im Angebot erhöhte sich von 3515 auf 3523.