Klimawandel

Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre so hoch wie noch nie

Treibhausgas-Konzentration auf Rekordniveau (Archiv)

Treibhausgas-Konzentration auf Rekordniveau (Archiv)

Die Konzentration der Gase, die den Treibhauseffekt verursachen, hat 2008 ein Rekordniveau erreicht: Die Messungen für Kohlendioxid, Methan und Salpetergas stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent und übertrafen alle bis auf 1750 zurückreichenden Werte.

Dies teilte die UNO-Organisation für Meteorologie (WMO) in Genf mit. Die Werte stammen von rund 200 Wetterstationen auf der ganzen Welt. "Wir sind mit dem pessimistischsten Szenario konfrontiert, das der UNO-Klimarat heraufbeschworen hat", sagte WMO-Generalsekretär Michel Jarraud in Genf.

"Diese Beobachtungen verstärken die Notwendigkeit, so rasch wie möglich Massnahmen zu ergreifen um gegen den Treibhauseffekt anzukämpfen." Je länger die Gesellschaft warte, desto verheerender würden die Auswirkungen und desto höher werden die Kosten für die Anpassungen an die Folgen des Klimawandels ausfallen, sagte er.

Die Konzentration an Kohlendioxid (CO2) lag gemäss der UNO-Organisation im vergangenen Jahr bei 385,2 ppm (parts per million - Anzahl Gasmoleküle pro Million Trockenluftmoleküle). Dies sind 2,0 ppm mehr als 2007. In den 90er Jahren lag die Zunahme noch bei durchschnittlich 1,5 ppm pro Jahr.

CO2 gilt als Hauptversursacher für die Klimaerwärmung: Es trug seit 1750 zu mehr als zwei Dritteln zum Treibhauseffekt bei. Vor 1750 - und damit auch vor Beginn der Industrialisierung - hatten sich die Werte nur leicht verändert und lagen bei durchschnittlich 280 ppm.

Eine Verdoppelung der Treibhausgaskonzentration bis 2050 wird nach Berechnungen des UNO-Klimarats zu einer Klimaerwärmung von ungefähr fünf Grad Celsius führen. Angesichts dieser Voraussage sagte Jarraud: "Es wäre bereits ein gutes Resultat, wenn wir unterhalb der 400 ppm bleiben könnten."

Seit 1750 stieg die CO2-Konzentration in der Atmosphäre um 38 Prozent. Ursachen sind gemäss WMO vor allem die Abgase von fossilen Brennstoffen, die Abholzung und die neue Bodennutzung.

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