Nur mit einem Obligatorium könne sichergestellt werden, dass in der Schweiz auch zukünftig ein grosser Teil der Arbeitnehmenden über das nötige hohe und aktualisierte Bildungsniveau verfüge, teilte Travail.Suisse am Freitag mit.

Heute profitieren gemäss Travail.Suisse vorwiegend gut ausgebildete, Vollzeit arbeitende Männer von Weiterbildung. "Weniger bis fast keine" Weiterbildung betrieben hingegen Arbeitnehmende mit Teilzeitpensen, Frauen und insbesondere wenig Qualifizierte.

Die Angestellten müssten in immer kürzeren Abständen immer wieder neue, meist auch steigenden Anforderungen bewältigen; die Halbwertszeit von Wissen werde kürzer, schreibt Travail.Suisse. Aus diesem Grund müsse der Bund möglichst bald ein Weiterbildungsgesetz schaffen, das ein Obligatorium beinhalte.

Die Forderung der Gewerkschaften steht im Zusammenhang mit der neuen Bildungsverfassung, die im Mai 2006 vom Volk gutgeheissen wurde. Darin ist die gesetzliche Regelung der Weiterbildung vorgesehen.

Die Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) beider Räte haben inzwischen eine entsprechende parlamentarische Initiative gutgeheissen. Bevor ein konkreter Erlass ausgearbeitet wird, warten die Kommissionen allerdings einen Bericht der zuständigen Departemente ab. Dieser ist für November angekündigt.