Berggebiete

Tourismus-Krise: Schulferien sollen neu verteilt werden

Gestapelte Stühle in den Bergen: Ausserhalb der Hochsaison bleiben die Leute weg.

Gestapelte Stühle in den Bergen: Ausserhalb der Hochsaison bleiben die Leute weg.

In der Nebensaison kommen kaum noch Gäste in die Berge, Hotels und Bahnen sind immer länger zu. Von besser verteilten Ferien könnte nicht nur die Branche profitieren.

Der Schweizer Tourismus ruft die Schulen zur Hilfe: Verbände und Politiker fordern eine bessere Koordination der Schulferien, berichtet die Zeitung „Schweiz am Sonntag“.

Mit einer breiteren Staffelung soll die Saison verlängert und eine gleichmässigere Auslastung erzielt werden. Das führe auch zu tieferen Preisen, sagt Pascal Jenny, Kurdirektor von Arosa und Präsident der neugegründeten Tourismus-Partei, der Zeitung.

Er will in allen Kantonen Politiker finden, welche die Forderung vorantreiben. CVP-Nationalrat Dominique de Buman, als Präsident von Seilbahnen Schweiz und Präsident des Schweizer Tourismus-Verbandes (STV) einer der einflussreichsten Tourismus-Vertreter, unterstützt die Forderung: „Die einheimischen Gäste sind die Stütze des Tourismus, insbesondere in Zeiten eines starken Franken. Bei den Schweizern hat der Tourismus noch ein grosses Potenzial: Dieses lässt sich besser ausschöpfen, wenn wir die Ferien kantonal besser verteilen“, sagt er der „Schweiz am Sonntag“.

„Es ist ein grosses Problem, dass die Ferien heute auf wenige Hochsaison-Wochen konzentriert sind. Sie müssten sich über eine viel längere Zeit erstrecken.“

Auch die Schulen signalisieren Wohlwollen. Christoph Eymann, Präsident der kantonalen Erziehungsdirektorenkonferenz, steht der Idee positiv gegenüber. „Bei einem Vorstoss werden wir uns sicher mit den Terminen befassen“, sagt er dem Blatt. Viele Familien würden ihre Ferien gerne in der Schweiz verbringen.

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