Delfine
Tote Delfine: «Connyland»-Chef beschuldigt Ex-Mitarbeiter

Der Tod von zwei Delfinen im Freizeitpark Connyland vom November 2011 ist offiziell noch nicht geklärt. Jetzt beschuldigt Geschäftsführer Roby Gasser gegenüber der «Nordwestschweiz» Ex-Mitarbeiter. Sie hätten die Tiere vergiftet.

Christian Dorer und Joel Grolimund
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Ein Mann reinigt den Teich vor dem Connyland-Schriftzug in Lipperswil (Archiv)

Ein Mann reinigt den Teich vor dem Connyland-Schriftzug in Lipperswil (Archiv)

Keystone

Der Tod von zwei Delfinen im Freizeitpark Connyland vom November 2011 ist offiziell noch nicht geklärt. Jetzt beschuldigt Geschäftsführer Roby Gasser gegenüber der «Nordwestschweiz» Ex-Mitarbeiter: Sie hätten die Tiere vergiftet. «Gewisse Mitarbeiter haben die Seite gewechselt und arbeiten mit deutschen Tierschutzorganisationen zusammen. Diese kennen exakt unsere Abläufe und wissen, welche Delfine welches Futter erhalten.»

Gasser ist überzeugt: Die beiden Männchen wurden getötet, um dem Delfinarium den Garaus zu machen. Denn mit dem neuen Schweizer Tierschutzgesetz dürfen keine Delfine mehr importiert werden – ohne Männchen können sich übrig gebliebenen Weibchen nicht vermehren.

Gasser sagt, dass im Blut der toten Tiere ein Opium-Derivat gefunden wurde – «etwas, das weder wir noch unsere Tierärzte verwenden». Deshalb ist er überzeugt, dass die Delfine gezielt vergiftet wurden.

Weder die zuständige Staatsanwaltschaft in Kreuzlingen noch der gesamtverantwortliche Generalstaatsanwalt Hans-Ruedi Graf wollen dazu Stellung nehmen. Er verweist auf das laufende Verfahren.

Roby Gasser ist auch Direktor des Weihnachtszirkus Conelli, der heute Abend sein 30-Jahr-Jubiläum feiert – der Anlass für das Interview, das Sie in der heutigen Ausgabe der «Nordwestschweiz» lesen können.