Zuwanderung
Toni Brunner will Steuerrabatte für Firmen, die auf Ausländer verzichten

Der SVP-Präsident Toni Brunner will mit Sofortmassnahmen die Zuwanderung reduzieren. Sein Vorschlag: Unternehmen, die weniger Ausländer anstellen, sollen mit Steuerrabatten belohnt werden.

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Toni Brunner: «Firmen, die statt Zuwanderer einheimische Arbeitskräfte anstellen, könnte man steuerlich entlasten.» (Archiv)

Toni Brunner: «Firmen, die statt Zuwanderer einheimische Arbeitskräfte anstellen, könnte man steuerlich entlasten.» (Archiv)

Keystone

SVP-Präsident Toni Brunner lanciert neue Forderungen und Ideen, um die Zuwanderung zu bremsen. «Die Schweiz soll jetzt nicht drei Jahre zuwarten, ohne etwas zu tun», sagt Brunner zum SonntagsBlick.

Es brauche Sofortmassnahmen, um die weiterhin hohe Zuwanderung zu bremsen. Brunner will die Schweizer Firmen mit Steuerrabatten dazu erziehen, weniger Ausländer anzustellen. «Denkbar wäre ein Anreizsystem für Firmen, welche den Inländervorrang ernst nehmen», sagt Brunner.

«Firmen, die statt Zuwanderer einheimische Arbeitskräfte anstellen, könnte man steuerlich entlasten.» Einen weiteren Steueranreiz will die SVP für die Freiwilligenarbeit bei der Betreuung von Alten schaffen. «Man könnte jenen Inländern, welche ältere Menschen freiwillig betreuen, Steuerrabatte gewähren», findet Brunner.

Und noch eine Idee sei, im Pflege- und Betreuungsbereich die Akademisierung zu stoppen, damit wieder mehr Schweizerinnen und Schweizer diese Ausbildung machen würden.

Die Forderungen der SVP nach Sofortmassnahmen bekommen durch neuste Zahlen Auftrieb. Denn der Zustrom an Ausländern geht auch nach der Annahme der Initiative in ungeminderter Form weiter: Im Februar wanderten netto 5966 Personen ein, wie neueste Zahlen des Bundesamtes für Migration zeigen. Auch 2014 steuert die Schweiz so auf eine Einwanderung von 80 000 Personen zu.

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