Toni Brunner gibt Rime nur kleine Chance

Die SVP verspricht sich laut Toni Brunner nur wenige Stimmen für ihren Kandidaten Rime, will aber dennoch an ihrem Anspruch auf einen zweiten Sitz festhalten. Juso-Präsident Cédric Wermuth hält Rime für eine Verlegenheitslösung, weil der SVP die Leute mit Format fehlten.

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Die Kandidatur von Jean-François Rime ist gemäss SVP-Präsident Toni Brunner keine Provokation, sondern die Verdeutlichung des Anspruchs der SVP auf einen zweiten Bundesratssitz. Brunner gesteht aber zugleich ein, dass er nur mit wenigen Stimmen aus den Reihen der anderen Parteien rechne. «Aber unser Antreten ist nicht nur von den Wahlchancen abhängig», betont Brunner und fügt hinzu: Dass die Volkspartei zudem einen Westschweizer ins Rennen schicke, zeuge von der Weitsicht der SVP. «Micheline Calmy-Rey wird ja nicht mehr allzu lange im Bundesrat sein und dann haben wir einen Deutschschweizer Kandidaten und einen Romand.»

Rimes Heimatkanton Freiburg stelle ausserdem einen Brückenkanton zwischen der Deutsch- und der Westschweiz dar. «Jean-François Rime bringt wieder Persönlichkeit in den Bundesrat, an welcher es derzeit fehlt.»

Von dieser starken und fähigen Persönlichkeit zeuge gemäss Brunner auch Rimes Aussage in einem Interview mit der Aargauer Zeitung, dass er höchstens ein Jahr mit Micheline Calmy-Rey und Eveline Widmer-Schlumpf zusammen arbeiten könnte. Brunner: «Rime ist nur ehrlich.» Von Calmy-Reys Unfähigkeit zur Zusammenarbeit könnten gemäss Brunner auch andere Parlamentarier erzählen. «Auch Bundesrat Leuenberger tritt wegen ihr zurück, er ist mit ihr nicht ausgekommen und verzichtet sogar auf sein Präsidialjahr.»

«Rime ist nicht konsensfähig»

Duell aktuell Die SVP schickt einen eigenen Kandidaten ins Rennen um die beiden freiwerdenden Bundesratssitze. SVP-Präsident sieht in Jean-Francois Rime den geeigneten Kandidaten. Juso-Präsident Cédric Wermuth bezeichnet Rime hingegen als Verlegenheitskandidaten. Die beiden Politker duellieren sich unter Anleitung von Werner De Schepper heute ab 18.30 Uhr auf Tele M1 in «Duell aktuell». Die Sendung wird stündlich wiederholt.

Duell aktuell Die SVP schickt einen eigenen Kandidaten ins Rennen um die beiden freiwerdenden Bundesratssitze. SVP-Präsident sieht in Jean-Francois Rime den geeigneten Kandidaten. Juso-Präsident Cédric Wermuth bezeichnet Rime hingegen als Verlegenheitskandidaten. Die beiden Politker duellieren sich unter Anleitung von Werner De Schepper heute ab 18.30 Uhr auf Tele M1 in «Duell aktuell». Die Sendung wird stündlich wiederholt.

Tele M1

Alte könnten das seiner Meinung nach nicht mehr. Dass er selbst zu den konsensfähigen Politikern gehöre, beweise auch sein Besuch in Toni Brunners Restaurant, betont Wermuth.

Brunner erwidert lediglich: «Vielleicht beginnst du ja jetzt die richtige Politik zu betreiben.» Spannend könnte dies dann werden, wenn Wermuth tatsächlich in den Nationalrat gewählt würde. (skh)