Zu Beginn des Gesprächs geht es am Sonntagabend ums Abtreten. Giacobbo will den «wahren Grund» für Brunners Rücktritt als SVP-Präsident wissen. «Du weisst, dass wir der einzige Ort sind, an dem du ehrlich sein kannst.» 

«Ihr macht mir alles nach – deshalb hör ich auf»

«Ihr macht mir alles nach», antwortet Brunner. «Als ich 2008 bekanntgab, dass ich für das SVP-Präsidium kandidiere, seid ihr sofort mit dieser Sendung hinterhergekommen. Jetzt habe ich meinen Rücktritt bekanntgegeben und was macht ihr zwei?» 

Seine Schlussfolgerung: «Ihr macht mir alles nach – und jetzt kennt ihr auch den Grund, weshalb ich aufhöre.»

Viktor Giacobbo kommt dann relativ bald auf die politischen Themen zu sprechen und prüft den SVP-Politiker auf Herz und Nieren in Sachen Durchsetzungsinitiative.

Abschiebung im Kuhstall

Etwa, indem er die Abschiebung von Ausländern mit der «Praxis» im Kuhstall des Bauern vergleicht: «Eine deiner Kühe ist krank – da klärst du also nicht lang den Einzelfall ab, sondern sagst: Ab ins Schlachthaus.»

Toni Brunner verneint. Und Giacobbo schlussfolgert: «Dann bist du eben doch so ein Weicher.» Worauf Brunner kontert: «Nein, aber meine Kühe sind nicht kriminiell.»

Die Ehringerkuh namens Lulu

Darauf driftet das Gespräch immer mehr in die Landwirtschaft ab – stets mit einer gewissen Zweideutigkeit. Es geht etwa um eine Ehringerkuh mit eritreischem Namen.

Zum Schluss gibt es noch ein Geschenk für den treuen Gast: Giaccobbo und Müller überreichen Brunner einen Mike Müller zum Selberbasteln – in Form der Papp-Figur von dessen Rolle als Luc Konrad in der SRF-Krimiserie «Der Bestatter». (smo)