Verkehrsunfall

Tödlicher Unfall im Gotthard durch gelöstes Rad ++ Tunnel in beiden Richtungen wieder offen ++ Langer Rückstau

Rad tötet im Gotthard einen Autofahrer

«Wir haben die beiden Fahrzeuge beschlagnahmt, um herauszufinden, wie sich das Rad lösen konnte»: Oliver Schürch, Chef Bereitschafts- und Vekehrspolizei Uri, nimmt Stellung zum tödlichen Unfall im Gotthard-Tunnel.

Am Mittwochmorgen hat es im Gotthard-Tunnel einen schweren Unfall gegeben. Ein Rad löste sich von einem Sattelschlepper und prallte in die Windschutzscheibe eines Autos. Dessen Fahrer verstarb. Der Tunnel blieb wegen des Unfalls mehrere Stunden gesperrt.

Der Unfall ereignete sich laut Angaben der Kantonspolizei Uri am Mittwochmorgen gegen 9.15 Uhr in der Mitte des Gotthard-Tunnels. Der Chauffeur eines Sattelmotorfahrzeugs mit Anhänger war in Fahrtrichtung Norden unterwegs, als sich im Bereich der Nische 13 aus bisher ungeklärten Gründen ein Rad des Anhängers löste.

Dieses rollte auf die Gegenfahrbahn und touchierte einen entgegenkommenden Reisecar. Dadurch sprang das Rad zurück und prallte in die Frontscheibe eines Autos, das hinter dem Lastwagen herfuhr. 

Der Aufprall war so heftig, dass sich der Autofahrer tödliche Verletzungen zuzog. Nähere Angaben zum Opfer liegen derzeit nicht vor. Die weiteren am Unfall beteiligten Personen blieben unverletzt und werden von einem Care-Team betreut. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 30'000 Franken, wie die Kantonspolizei Uri mitteilt.

Der Tunnel war bis zirka 14 Uhr in beiden Richtungen während mehreren Stunden für Rettungs- und Aufräumarbeiten sowie für die Instandstellung von beschädigten Tunneleinrichtungen gesperrt. Zwischen Amsteg und Göschenen staute sich der Verkehr auf einer Länge von vier Kilometern, zwischen Quinto und Airolo beträgt der Stau aktuell (Stand 14.55 Uhr) noch drei Kilometer. Reisende müssen mit einem Zeitverlust von 30 Minuten rechnen.

Die Polizeibilder vom April 2019:

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