«Wo die Transparenz
fehlt, können sich leicht Zustände entwickeln, die man so nicht 
wollte. Eigentlich müssten alle Tierhalter stolz sein können auf das,
 was sie tun. Wir sind erst dann am Ziel, wenn wir in jeden Stall eine 
Webcam hängen können, ohne dass dann gleich der Konsum einbricht»,
 sagt Würbel im Interview mit dem «Sonntagsblick».

Die Schweiz habe zwar ein strenges Tierschutzgesetz,
 könne sich darauf aber nicht ausruhen. «Die geltenden Regeln sind
 immer eine Momentaufnahme. Tierschutz ist ein gesellschaftliches
 Anliegen, das sich ständig weiterentwickelt. Unsere Tierethik ist in
einem steten Wandel. Die Normen werden immer strenger. In einigen
Jahren wird es weitere Anpassungen geben.»

Würbel kann sich 
vorstellen, dass in ein paar Jahrzehnten der Mensch den Fleischkonsum
 sogar ganz aufgibt. «Vielleicht schaut man in 50 oder 100 Jahren mit
 Abscheu auf eine Gesellschaft zurück, die Tiere vorsätzlich getötet
 und verspiesen hat.» (rsn)