Strafanstalt
Thorberg Strafanstalt schafft Abteilung für schwer gestörte Häftlinge

Die Strafanstalten Thorberg eröffnen eine Abteilung mit 24 Plätzen für Täter mit schweren psychischen Störungen. Solche Straftäter sind nur bedingt gruppenfähig und im normalen Strafvollzug kaum zu führen.

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Eingang zur Strafanstalt Thorberg
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Schon das Reinkommen in den Thorberg ist schwer…
Thorberg
Im Aufenthaltsraum essen die Gefangenen auch
Die Angestellten nennen den Personalausgang neben dem Gittertor das schwarze Loch
An Zeit mangelt es den Gefangenen kaum
Die Therapieabteilung verfügt über einen kleinen Fitnessraum
Kaum 10 Quadratmeter gross sind die Zellen
Viele Insassen besitzen einen Computer

Eingang zur Strafanstalt Thorberg

Keystone

Insbesondere sei diesen Personen häufig nur ein reduziertes Arbeitspensum und -tempo zumutbar, teilte die bernische Polizei- und Militärdirektion am Mittwoch mit. Gegenüber den übrigen Strafgefangenen weisen Täter mit schweren psychischen Störungen eine «deutliche Abweichung im Wahrnehmen, Denken und Fühlen» auf.

In der Schweiz fehlen forensisch-psychische Haftplätze, die hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen, wie die Polizei- und Militärdirektion schreibt. Der Kanton Bern wolle einen Beitrag leisten, um diese Lücke im schweizerischen Strafvollzug zu schliessen.

Umbau für 480000 Franken

Mit dem revidierten Strafgesetzbuch wurde auch die therapeutische Massnahme neben der Strafe eingeführt. Für Häftlinge, bei denen die Gefahr einer Flucht und weiterer Straftaten besteht, kann diese therapeutische Massnahme auch in einer geschlossenen Strafanstalt durchgeführt werden.

Für 480'000 Franken wurde in den letzten zwei Jahren eine Etage in den geschlossen Anstalten Thorberg umgebaut. Die Bettenzahl erhöhte sich dadurch nicht; die Anstalten können nach wie vor 180 Häftlinge aufnehmen. Um die therapeutischen Massnahmen durchführen zu können, wurden zusätzlich zehn Personen angestellt, namentlich Fachpersonal für die Pflege.

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