Wahlen
Thomas Fuchs will vorläufig auch Grossrat bleiben

Der Nachfolger von Adrian Amstutz will im Nationalrat zeigen, dass man mit ihm ganz normal zusammenarbeiten kann. SVP-Haudegen Fuchs bleibt vorläufig auch Grossrat. Er wird das Mandat frühestens nach den Wahlen im Herbst abgeben.

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Der 44-jährige Berner Grossrat Thomas Fuchs kandidiert im kommenden Herbst zum insgesamt sechsten Male für den Nationalrat. Er stand jedreimal auf der Liste der Jungen SVP und dreimal auf jender der SVP. Als Nachfolger des gestern in den Ständerat gewählten Adrian Amstutz wird er nun erstmals als Bisheriger antreten können.

In den beiden bevorstehenden Sessionen und in der Sondersession vom April will der umtriebige, ab und zu rechtspopulistisch politisierende Fuchs «zeigen, dass man mit mir ganz normal zusammenarbeiten kann». Den bürgerlichen Parteien im Kanton Bern empfiehlt der Neo-Nationalrat, gemeinsam nach vorne zu schauen: «Wir sollten nicht immer wieder alte Geschichten aufwärmen».

Der im Sternzeichen Zwilling geborene Fuchs wird sein Grossratsmandat nicht aufgeben. «Ich will zuerst die Nationalratswahlen abwarten.» Hätte Ursula Wyss gewonnen, so wäre jetzt Grossrätin Nadine Masshardt (26) Nationalrätin. Natürlich sei sie enttäuscht, sagt die Ex-Langenthalerin. Am «sehr engagiert geführten» Wahlkampf liege es nicht, dass Wyss «hauchdünn» unterlegen ist. «Es ist ärgerlich, dass nun nicht mehr die ganze Bevölkerung im Ständerat vertreten ist», sagt sie.

Auf die Frage, ob er als Homosexueller findet, dass zu wenig Gleichgesinnte im Nationalrat vertreten seien, antwortet er: «Ja, es sind zu wenig vertreten, wie viele sich aus Angst nicht zum Outing trauen sich zu outen. Ich würde mir wünschen, dass diejenigen, die noch nicht geoutet sind im Nationalrat es noch tun.» (uz/jep)