Die Regierung wies einen Vorstoss der Demonstranten nach einem Waffenstillstand zurück und erteilte auch einem Vermittlungsangebot des Senats eine Absage. Vor der Aufnahme von Gesprächen müssten die Demonstranten erst ihr Protestcamp in der Hauptstadt räumen.

Der Rothemden-Anführer Nattawut Saikuar hatte nach Regierungsangaben angeboten, die Rothemden von den Strassen Bangkoks in das besetzte Geschäftsviertel zurückzurufen, wenn die Soldaten aufhörten zu schiessen. Vize-Ministerpräsident Suthep Thaugsuban wies den Vorschlag jedoch als "Blödsinn" zurück.

Die von der Regierung ebenfalls abgelehnte Initiative von 64 Senatoren sah Gespräche und einen Gewaltverzicht vor, um die Lage zu entschärfen.

Die Scharmützel gingen an mehreren Stellen Bangkoks weiter: Demonstranten schleuderten Brandbomben, Soldaten schossen. Allerdings erreichte die Gewalt nicht das Niveau der vorangegangenen Tage, neue Opfer wurden nicht gemeldet. Seit Donnerstag waren 38 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 250 wurden verletzt.

Mehrere tausend Rothemden, die die Regierung zum Rücktritt zwingen wollen, kampierten weiter in dem Ratchaprasong-Geschäftsviertel, das sie seit Ostern besetzt halten. Die Armee zog ihre Schlinge um das Gelände enger. Sie baute neue Stacheldraht-Sperren auf und liessen nur reguläre Einwohner in das Viertel. Die Sicherheitskräfte beteuerten erneut, dass Soldaten nur schiessen, wenn ihr eigenes oder anderes Leben in Gefahr ist.