Thailand

Thailands Ministerpräsident bereit zu Treffen mit Opposition

Demonstranten fordern Neuwahlen

Demonstranten fordern Neuwahlen

Nach wochenlangen Massenprotesten gegen die Regierung in Thailand hat Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva erstmals Gespräche mit den Demonstranten geführt. Dabei bekräftigten die «Rothemden» des Oppositionsbündnisses UDD ihre Forderung nach Neuwahlen.

Das dreistündige Treffen zur Entschärfung der innenpolitischen Krise wurde im thailändischen Fernsehen übertragen. Die Gespräche blieben ohne konkretes Ergebnis, sie sollten aber am Montag fortgesetzt werden.

Mehrere zehntausend Anhänger der Opposition hatten am Wochenende in Bangkok erneut gegen die Regierung demonstriert und den Rücktritt des Ministerpräsidenten gefordert. Mindestens zwölf Menschen wurden durch Handgranaten verletzt.

Es war bereits das dritte Protest-Wochenende in Folge. Zeitweise demonstrierten mehr als 100'000 Menschen gegen die Regierung. Beobachter werteten die Gespräche am Sonntag als erstes Zeichen der Entspannung.

Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hat die Rückendeckung der Armee, der Monarchisten und der alten Eliten. Das Oppositionsbündnis UDD (Einheitsfront für Demokratie und gegen Diktatur) wird zum Teil von dem 2006 gestürzten Regierungschef Thaksin Shinawatra finanziert.

Thaksin hält sich im Exil in Dubai auf, um einer zweijährigen Haftstrafe in Thailand zu entgehen. Die meisten Demonstranten sind Anhänger Thaksins, dessen Popularität in den ärmeren Schichten der Bevölkerung ungebrochen ist.

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