Mühlehalde
Terrassenhäuser statt einer baufälligen «Beiz»

Mit dem Gestaltungsplan «Mühlehalde» sind die Grundlagen für den Bau einer Terrassensiedlung mit 30 Wohneinheiten am Bruggerberg geschaffen worden.

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20_haus_fhe.jpg

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Aargauer Zeitung

Louis Probst

Während der Regierungsrat in Sachen Baugebietsabgrenzung der noch offenen Flächen am Bruggerberg den Ball mehr oder weniger elegant an den Brugger Stadtrat zurückgespielt hat, ist jetzt für den westlichsten Teil des hart umkämpften Berges der Gestaltungsplan «Mühlehalde» ausgearbeitet worden. Dieser Gestaltungsplan bildet die Voraussetzung für die Erstellung einer Terrassensiedlung mit insgesamt 30 Wohneinheiten.

Neuer Anlauf an der Mühlehalde

Die Bauabsichten im Bereich des längst geschlossenen Restaurants Mühlehalde - das Generationen von Absolventinnen der einstigen «Frauenschule» ein Begriff gewesen ist - sind nicht neu. Bereits Mitte der Neunzigerjahre hatte der Brugger Stadtrat denn auch einen Erschliessungsplan für dieses Gebiet beschlossen. Dieser Erschliessungsplan, der später sistiert worden war, ist jetzt bei der Erarbeitung des Gestaltungsplanes «Mühlehalde» sozusagen wieder zu Ehren gekommen.

Einigung hat den Weg geebnet

Möglich geworden ist der neue Anlauf für die Überbauung zumindest eines Teils des Gebietes Mühlehalde, nachdem sich die Grundeigentümer von drei Parzellen mit der Pro Natura hatten einigen können. In einer Vereinbarung ist festgehalten worden, dass Teile der drei Parzellen der Naturschutzzone zugewiesen werden und dass das angrenzende Baugebiet einer Gestaltungsplanpflicht unterstellt wird. Die künftigen Eigentümer der Terrassenüberbauung haben sich zudem verpflichtet, denjenigen Teil der Parzellen, der jetzt dem Naturschutzgebiet zugeschlagen worden ist, durch «verschiedene Massnahmen aufzuwerten» und künftig zu pflegen.

Vier Baufelder für 30 Häuser

Im Gestaltungsplan «Mühlehalde» werden die Baufelder für die künftige Terrassenüberbauung definiert. Vorgesehen sind vier Reihen von Terrassenhäusern, wobei je zwei Reihen durch einen gemeinsamen Erschliessungsbereich verbunden werden. In ihrer Staffelung, der Neigung und der Gebäudetiefe orientiert sich die geplante Überbauung an der benachbarten Terrassensiedlung, die seinerzeit vom Architekten H. U. Scherer und von der Metron konzipiert worden war.

Ausfahrt auf die Rinikerstrasse

Erschlossen wird die Terrassenüberbauung Mühlehalde durch eine Sockelzone mit einer Sammelgarage mit insgesamt 62 Parkplätzen am Fuss des Hanges. Die Zufahrt zur Sammelgarage erfolgt über ein kurzes Stück der Rinikerstrasse auf die Baslerstrasse. Über der Garage sind Spiel- und Erholungsflächen vorgesehen, die gemeinschaftlich genutzt werden. Die Stützmauer zur Baslerstrasse hin wird erneuert.

Damit kann das Plateau über der Baslerstrasse erhalten bleiben, und auch die Richtlinie des Stadtrates für die Gestaltung des Strassenraumes kann umgesetzt werden.
In ihrem Vorprüfungsbericht beurteilt die Abteilung Raumentwicklung des Kantons den Gestaltungsplan «Mühlehalde» durchaus positiv: «Grundsätzlich sind die Voraussetzungen für die Genehmigung erfüllt.»