Tempo 30
Tempo 30 soll Quartiere sicherer machen

Eine Arbeitsgruppe hat in Othmarsingen ein Konzept ausgearbeitet, das die Quartiere im Dorf sicherer machen soll. An einem Informationsabend wurden die Details erläutert.

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Othmarsingen

Othmarsingen

Aargauer Zeitung

Hanny Dorer

Ein erstes Verkehrsberuhigungskonzept wurde in Othmarsingen bereits vor zehn Jahren genehmigt; realisiert werden konnte es allerdings nicht, weil der entsprechende Kredit bachab ging. Inzwischen wurden aber aus den Quartieren die Rufe nach einer Verkehrsberuhigung immer lauter, wie Gemeindeammann Fritz Wirz am Informationsabend erklärte. Der Gemeinderat rief deshalb eine Arbeitsgruppe ins Leben mit dem Auftrag, ein Verkehrsberuhigungskonzept in den Quartieren zu entwickeln.

Die Resultate aus der Arbeitsgruppe wurden von Stefan Balmer vom Ingenieurbüro Balmer + Partner erläutert. Auf der Basis des Verkehrsberichts 1999 habe man ergänzende Erhebungen gemacht und Vergleiche mit anderen Gemeinden angestellt.

Konzept für vier Gebiete

Das jetzt vorliegende Konzept betrifft die vier Gebiete Högern, Bünzweg/Ebnet/Schulstrasse, Waldrüti/Bahnhofstrasse und Wilhalde.

Als oberstes Ziel gilt die Sicherheit des Langsamverkehrs, also der Fussgänger und Velofahrer. Angestrebt werden eine angemessene Geschwindigkeit, eine Minimierung des Durchgangsverkehrs, eine Reduktion der Immissionen sowie ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Als mögliche Massnahmen wurden Fahr- und andere Verbote, Einzelmassnahmen an besonders heiklen Stellen, Massnahmen zur Temporeduktion, wie zum Beispiel Engnisse oder Tempo-30-Zonen, die mit so genannten Eingangspforten markiert werden, erwähnt.

Das vom Gemeinderat nun vorgeschlagene Konzept sieht die etappenweise Einführung der Tempo-30-Zonen in den Quartieren vor. Bereits dieses Jahr soll als erste Massnahme in allen Gebieten der Rechtsvortritt markiert und im Gebiet Högern Tempo 30 eingeführt werden. Dafür wird ein Kredit von 30 000 Franken beantragt.

Etappenweise Einführung

In den übrigen Quartieren sollen die Tempo-30-Zonen von 2010 bis 2013 eingeführt werden; die Kosten dafür betragen insgesamt rund 90 000 Franken, die jeweils über das ordentliche Budget laufen.

Von der Planung ausgenommen ist (vorläufig) das Gebiet Wilhalde, obwohl dort eindeutiger Handlungsbedarf besteht. Ab dem Jahr 2010 ist die Sanierung des Bünztalviadukts vorgesehen. Welches Verkehrssystem dort während der Bauzeit eingerichtet wird, ist noch nicht bekannt.