Wetter

Temperaturen steigen nicht – so wenig Sonne wie seit 30 Jahren nicht mehr

Meinungsforscher glauben, dass das Wetter die Hälfte, wenn nicht gar zwei Drittel der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden beeinflusst. Und das Wetter bleibt vorläufig so nass, kalt und trüb wie in den vergangenen Tagen.

Die aktuelle Schlechtwetterperiode, die heuer gefühlt noch nie von einer längeren Schönwetterperiode unterbrochen worden wäre, sorgt nicht wirklich für allgemeine Erheiterung.

Und die kalte Polarluft vom Nordmeer bringt auch weiterhin Feuchtigkeit und Kälte. Ludwig Z’graggen von Meteo Schweiz erwartet bis zum nächsten Wochenende «täglich zwischen zwei und drei Millimeter an Niederschlägen pro Quadratmeter. Ab 700 Meter ist sogar Graupel und Schnee möglich.»

Reiner Zufall – aber schon 30 Jahre her

Gemäss Zgraggen ist das so empfundene Aufeinanderfolgen von Schlechtwetterperioden «reiner Zufall». Die Menschen seien sich das nicht mehr gewöhnt, sagt er.

Freilich habe es ein sonnenarmes Winterhalbjahr wie heuer seit 1979/80 nicht mehr gegeben. Im Januar, Februar und März haben rund ein Drittel an Sonnenstunden gefehlt. Dies im Vergleich zum Durchschnitt. Just in jener dunklen Jahreszeit also, wo jede fehlende Sonnenstunde doppelt ins Gewicht fällt.

Es bleibt weiter trüb

Von Aufholen in Sachen Sonne, Fun und Erholung kann in den nächsten Tagen nicht die Rede sein. Wettervorhersagen, die über eine Woche hinausgingen, sagt Meteorologe Roland Vogt von der Uni Basel, seien eh nicht seriös.

Ergo bleibt es im Norden wohl weiterhin kalt und nass. Am Freitag sinken die Temparaturen auf 8 bis 10 Grad. Das Wochenende bleibt wechselhaft.

Peter Wick von MeteoNews sagt: «Ein stabiles Hochdruckgebiet ist nicht in Sicht.» (msk)

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