Nahost

Tempelberg wieder für mulimische Gläubige offen

Luftansicht des Tempelberges in Jerusalem (Archiv)

Luftansicht des Tempelberges in Jerusalem (Archiv)

Nach zwei Wochen der Teilsperre hat Israel den Tempelberg in Jerusalem wieder für alle muslimischen Gläubige und andere Besucher geöffnet.

Polizeisprecher Mickey Rosenfeld sagte, die Situation sei wieder wie vor Beginn der Krawalle in Jerusalems Altstadt vor zwei Wochen.

Die Polizei hatte in dem Zeitraum nur Muslimen, die älter als 50 Jahre alt und im Besitz eines israelischen Ausweises sind, den Zugang zur Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg (Haram al-Scharif) erlaubt. Sie begründete dies mit der Sorge vor Gewalttaten.

Israelische und palästinensische Medien berichteten, hunderte muslimische Gläubige, die sich seit der vergangenen Woche auf dem Tempelberg verschanzt hätten, könnten die heilige Stätte ohne Furcht vor Festnahmen verlassen.

Der Polizeisprecher sagte jedoch, es habe sich nur um eine kleine Gruppe von Menschen gehandelt, die das Plateau bereits am Samstag verlassen hätten.

Am Freitag war es nach dem muslimischen Freitagsgebet erneut zu Ausschreitungen mit mehreren Verletzten gekommen, ein befürchteter grosser Ausbruch von Gewalt blieb jedoch aus.

Die Krawalle hatten vor zwei Wochen begonnen. Nach palästinensischer Darstellung eskortierte die israelische Polizei eine Gruppe jüdischer Siedler auf den Tempelberg. Israel bestritt dies und sprach von einer Touristengruppe.

Seitdem machten unter der muslimischen Bevölkerung Gerüchte die Runde, dass jüdische Gruppen auf dem Tempelberg beten oder aber einen neuen Tempel aufbauen wollten. Das Plateau mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam.

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