Die meisten Unfälle ereigneten sich nicht deshalb, weil die Lenker die mögliche Geschwindigkeit ausnützten, schreibt der Bundesrat. Eine technische Begrenzung auf 120 km/h würde zudem ihre Wirkung nur auf Autobahnen entfalten. Auf andern Strassen, wo sich fast 90 Prozent der tödlichen Unfällen ereigneten, wäre sie nutzlos.

Vorgeschrieben werden könnte die technische Begrenzung sodann laut Bunderat nur für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge, obschon rund 25 Prozent der schweren Tempodelikte von Lenkern aus dem Ausland begangen werden. Überdies würde das Abkommen verletzt, demzufolge EU-konforme Autos auch in der Schweiz zugelassen sind.

Bei vorsichtiger Schätzung schliesslich wäre mit Kosten von 500 Franken pro Fahrzeug oder insgesamt 2 Milliarden zu rechnen, hält der Bundesrat fest. "Dies bedeutet, dass die Allgemeinheit, die sich grösstenteils korrekt verhält, für jeden der 2500 potenziellen Raser rund 800 000 Franken bezahlen müsste, um diese einigermassen im Zaum zu halten."