TCS Zürich lanciert kantonale Volksinitiative «Stau weg!»

Viel Verkehr in Zürich

Viel Verkehr in Zürich

Der TCS Zürich lanciert die kantonale Volksinitiative «Stau weg!». Sie soll helfen, den totalen Verkehrskollaps auf den Strassen um Zürich zu verhindern, wie die Initianten vor den Medien erklärten.

Ziel ist es, in Form einer Standesinitiative ein "starkes Signal" nach Bern auszusenden. Die wichtigen Zürcher Projekte dürften nicht in der Schublade verschwinden.

Verlangt wird in dem Volksbegehren, dass "sechs Schlüsselprojekte für die Verbesserung der Stausituation im Kanton Zürich" bis 2025 realisiert werden. Konkret geht es dabei um die Glattalautobahn, die Oberlandautobahn, den Ausbau der Umfahrung Winterthur, den Stadttunnel Zürich, den Waidhaldetunnel und den Westast Zürich.

Da die alleinige Verantwortung für das Nationalstrassennetz beim Bund liege, wolle der TCS mit der Initiative Druck auf die entscheidenden Gremien ausüben. Der Bund müsse nun beim Ausbau des Nationalstrassennetzes die Zürcher Projekte prioritär behandeln.

Kein anderer Kanton müsse so viel Staulasten tragen wie der Kanton Zürich, hiess es an der Medienkonferenz. Die Zürcher Autobahnen stiessen zusehends an ihre Kapazitätsgrenzen oder hätten diese schon überschritten, sagte Nikolaus Bischofberger, der beim kantonalen Amt für Verkehr für die strategische Planung und das Verkehrsmanagement zuständig ist.

Die Sicherheit des Verkehrs leide und die Reisezeiten seien nicht mehr kalkulierbar. Die Staus auf Autobahnen führten überdies zu unerwünschtem Ausweichverkehr in Siedlungsgebiete.

Schon in rund 15 Jahren gingen bis zu 300 Millionen Franken volkswirtschaftliches Potenzial jährlich im Stau verloren, sagte Reto Cavegn, Geschäftsführer des TCS Zürich.

Die Unterschriftensammlung dauert bis Ende August.

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