Honduras

Tausende Unterstützer Michelettis in Honduras auf der Strasse

Micheletti erhält Unterstützung vom Volk

Micheletti erhält Unterstützung vom Volk

In Honduras' Hauptstadt Tegucigalpa sind mehrere tausend Anhänger der Putschregierung auf die Strasse gegangen. Auf Transparenten lehnten sie eine Rückkehr des Ende Juni vom Militär gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya ab, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die Demonstranten protestierten zudem gegen "Druck und Einmischung" aus dem Ausland. Die Interimsregierung hatte in den Medien dazu aufgerufen, an dem "grossen Marsch des Patriotismus und des Mutes" teilzunehmen.

Nach ergebnislosen Vermittlungsgesprächen unter Leitung des costaricanischen Präsidenten Oscar Arias hatten die USA und die EU den Druck auf die Regierung um Interimspräsident Roberto Micheletti erhöht und eine Lösung der Krise gefordert.

Ein von Arias vorgelegter Plan sieht die Wiedereinsetzung Zelayas vor. Die Interims-Regierung unterbreitete Arias einen eigenen Lösungsvorschlag. Über den Inhalt machte Aussenminister Carlos López keine Angaben. Seine Delegation werde vorerst nicht zurück nach Costa Rica fahren.

Arias hatte den Delegationen am Sonntag eine Bedenkzeit bis Mittwochabend (Ortszeit) eingeräumt, um erneut zusammenzukommen. López sagte, die Nichtteilnahme der Delegation an der Gesprächsrunde bedeute nicht, dass der Dialog abgebrochen werde. Vielmehr warte die neue honduranische Regierung auf neue Anrufe und Gespräche.

Eine weitere Front hatte die Putschregierung mit der Aufforderung an Venezuela zum Abzug des diplomatischen Corps aus Honduras eröffnet. Grund seien "Gewaltandrohung, Einmischung in die inneren Angelegenheiten und Missachtung der territorialen Integrität" Honduras' durch Venezuela. Im Gegenzug ziehe Honduras seine Botschaftsmitarbeiter aus Venezuelas Hauptstadt Caracas ab.

Caracas wies die Aufforderung als "absurd" zurück. Das venezolanische Aussenministerium verwies darauf, dass die Aufforderung von der illegal amtierenden Regierung unter Roberto Micheletti stamme, die weder von Venezuela noch vom Rest der internationalen Gemeinschaft anerkannt werde. Deshalb werde ihr Caracas nicht Folge leisten.

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