Tausende setzen in Dresden Zeichen gegen Rechts

Aufmarsch von Rechtsextremen

Aufmarsch von Rechtsextremen

Mit einem Sternmarsch durch Dresden haben tausende Menschen gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen anlässlich der Bombardierung Dresdens vor 64 Jahren demonstriert.

Laut Polizei beteiligten sich rund 6000 Menschen an den Protesten eines breiten Bündnisses, die Veranstalter sprachen von insgesamt 11 000 Demonstranten. Der Protest wandte sich gegen einen Aufmarsch von etwa 6000 Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland.

Der Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch Briten und Amerikaner am 13. und 14. Februar 1945 wird regelmässig von Rechtsextremisten instrumentalisiert. Dresden wehre sich dagegen, "das Andenken der Opfer zu besudeln", sagte Oberbürgermeisterin Helma Orosz bei der Enthüllung einer Gedenktafel, die an die Opfer der Luftangriffe erinnert.

Ein Grossaufgebot der Polizei versuchte die verschiedenen Demonstrantengruppen auseinanderzuhalten. Es kam kurzzeitig zu Ausschreitungen mit mehreren Verletzten.

Ein überparteiliches Bündnis hatte die Dresdner aufgerufen, unter dem Motto "Geh Denken" ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Auch bundespolitische Prominenz wie der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, Grünen-Chefin Claudia Roth und der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Gregor Gysi, reihten sich ein.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee sagte zum Auftakt: "Es ist gut, dass hier so viele Menschen stehen und Flagge zeigen. Wir müssen die Antidemokraten heute und an jedem anderen Tag in die Schranken weisen."

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