Südafrika

Tausende Rechtsextremisten in Südafrika gedenken Terre'Blanches

Anhänger des getöteten Parteichefs

Anhänger des getöteten Parteichefs

Tausende Anhänger haben dem vor einer Woche ermordeten südafrikanischen Rechtsextremisten Eugene Terre'Blanche die letzte Ehre erwiesen. Die Trauerfeier fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.

Der 69-jährige Chef der politisch marginalisierten "Afrikaner Widerstandsbewegung" (AWB) war am Ostersamstag von zwei schwarzen Farmarbeitern getötet worden - nach Angaben der Polizei in einem Streit über ihren Lohn.

Doch die vielfach in Kampfanzügen gekleideten Trauergäste zweifelten die offizielle Version an. "Wir glauben, dass es ein Attentat und kein Mord war", sagte AWB-Generalsekretär Andre Visagie.

Der Mord an Terre'Blanche hat zwei Monate vor Beginn der Fussball-Weltmeisterschaft am Kap der Guten Hoffnung die Sorge vor neuen Spannungen zwischen Schwarzen und Weissen geschürt. Präsident Jacob Zuma hat die Südafrikaner zur Ruhe ermahnt, auch die AWB hat offiziell erklärt, sie werde auf den Tod ihres Anführer nicht mit Gewalt reagieren.

Doch die Stimmung unter den Trauergästen war eine andere: "Wir sind hier, um den Krieg zu erklären und den Tod unseres Führers zu rächen", sagte ein Geschäftsmann. Die meisten weissen Männer im Alter von 35 bis 55 Jahren seien Soldaten gewesen und beherrschten deren Handwerk.

Die Trauergäste sangen die Hymne des vor 16 Jahren abgeschafften Apartheid-Regimes. Auch die frühere südafrikanische Fahne und die mit einem Hakenkreuz-ähnlichen Symbol bestickte AWB-Flagge wurden gezeigt.

Die Polizei war mit starken Kräften in Terre'Blanches Wohnort Ventersdorp 100 Kilometer westlich von Johannesburg im Einsatz. Helikopter kreisten am Himmel. Fahnen, öffentliche Reden und Aufmärsche waren verboten.

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