In einem Communiqué wertete die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeinmedizin (SGAM) den Streiktag als "Grosserfolg". Der Aktionstag habe einmal mehr die grosse Bedeutung der Hausarztmedizin ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht.

Alleine in Bern versammelten sich 1500 Hausärzte und - ärztinnen, Praxisassistentinnen und Sympathisanten. Im Anschluss an die Kundgebung in Bern übergaben die Hausärzte BAG-Direktor Thomas Zeltner ein Protestschreiben. Darin werfen sie Gesundheitsminister Pascal Couchepin vor, er betreibe eine Anti-Hausarzt-Politik, die für eine grosse Zahl von Praxen das Aus bedeuten werde.

In Basel demonstrierten 600 Hausärztinnen, Hausärzte und Praxisangestellte gegen Sparmassnahmen auf ihrem Buckel. Sie kritisieren insbesondere auch die geplante Revision der Labortarife.

Die friedlich Protestierenden trugen weisse Ballons mit der Aufschrift "Aadie Couchepin!" mit. Auf Transparenten war etwa zu lesen: "Auf den Hausarzt ist Verlass", "Der Hausarzt ist Ihr Spezialist" oder "Wir wollen nicht reingelegt werden".

Rund 300 Hausärzte fanden sich vor dem Neuenburger Parlamentsgebäude ein. In der Solothurner Innenstadt versammelten sich ebenfalls rund 300 Hausärzte. Die Organisatoren im Kanton Zürich rechnen ihrerseits damit, dass sich rund 60 Prozent der Hausärzte am Streik beteiligen werden.

Die Kundgebungen hatten alle das gleiche Ziel: auf die "verheerenden Folgen" der von Gesundheitsminister Couchepin verordneten Senkung der Tarife für die Laboranalyse hinweisen, wie die SGAM mitteilte. Wird die neue Verordnung per 1. Juli in Kraft gesetzt, fürchten viele Hausärzte um ihre praxiseigenen Labors.