Demonstration

Tamilen gedenken in Genf der Selbstverbrennungen von Landsleuten

Tamilen gedenken in Genf der Selbstverbrennungen

Tamilen gedenken in Genf der Selbstverbrennungen

Rund 300 Tamilinnen und Tamilen haben sich auf der Genfer Place des Nations versammelt, um der 19 Selbstverbrennungen von Landsleuten in aller Welt im vergangenen Jahr zu gedenken. Am Versammlungsort selbst hatte sich vor Jahresfrist ein junger Mann verbrannt.

Die Versammelten reihten sich ein und legten einer nach dem anderen vor den Porträts der Toten Blumen nieder. Der Anlass war von "Tamil Youth Organization" Schweiz, einer Vereinigung junger Tamilen, organisiert worden.

An dem Anlass wurde nach dem verlorenen Bürgerkrieg erneut die Unabhängigkeit für die Tamilen auf Sri Lanka gefordert. Dazu müssten Verhandlungen geführt werden. Die Zeit der Gewalt sei allerdings vorbei.

Die Tamilen in Sri Lanka würden nach wie vor diskriminiert, hiess es weiter. Selbstverbrennungen, wie jene im Februar 2009 auf der Place des Nations, seien aber keine Lösung.

Am 26. Februar 2009 hatte sich ein 26-jähriger Tamile, der in London studierte, vor dem Sitz der UNO in Genf in Brand gesteckt. Er wollte gegen die Leiden seiner Landsleute in ihrer Heimat demonstrieren. In den Monaten danach folgten 18 weitere Tamilen seinem Beispiel - die meisten von ihnen in Indien.

Der Bürgerkrieg in Sri Lanka endete im Mai 2009 durch den Sieg der Regierungstruppen über die Unabhängigkeitskämpfer der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE). Der Krieg forderte 80'000 bis 100'000 Todesopfer.

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