Kriegsprotest

Tamile beendet Hungerstreik in Bern - In Genf gehen Proteste weiter

Protest gegen Krieg in Sri Lanka

Protest gegen Krieg in Sri Lanka

Der Koordinator des Tamilenforums Schweiz hat seinen fast dreiwöchigen Hungerstreik in Bern beendet. Krishna Ambalavanar hatte damit «gegen den Völkermord in Sri Lanka» protestiert.

Er habe von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey einen persönlichen Brief erhalten, in dem sie ihm versichere, dass sich die Schweiz in Sri Lanka für Frieden einsetze, bestätigte Ambalavanar verschiedene Medienberichte auf Anfrage. Dies habe ihn bewogen, den Hungerstreik zu beenden.

Derzeit fühle er sich noch schwach, sagte Ambalavanar weiter. Die tamilische Gemeinde machte in den letzten Wochen mit Mahnwachen am Berner Hirschengraben und vor dem Gebäude des eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten auf ihre Anliegen aufmerksam.

Nicht beendet ist der Protest in Genf: Über 2000 Tamilen haben hier am Nachmittag eine Menschenkette gebildet, um gegen den "Völkermord" in Sri Lanka zu demonstrieren. Im Anschluss versammelten sie sich vor dem UNO-Sitz und baten die Vereinten Nationen um Hilfe.

Die Demonstranten schwangen Fahnen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) - rot mit Tigerkopf darauf - und zeigten Fotos von im Konflikt verstümmelten Kindern. Laut Polizeiangaben gab es keine Zwischenfälle.

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