Afghanistan

Taliban stürmen Kabuls Innenstadt und sprengen Präsidentenpalast

Angriff auf Regierungsviertel in Kabul

Angriff auf Regierungsviertel in Kabul

Bei dem gross angelegten Taliban-Angriff auf das streng bewachte Regierungsviertel von Kabul sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Sieben Angreifer hätten sich entweder selbst in die Luft gesprengt oder seien von Sicherheitskräften erschossen worden, teilten die afghanischen Behörden mit.

Daneben seien auch vier Sicherheitskräfte und ein Zivilist bei den Kämpfen ums Leben gekommen. Rund 20 radikal-islamischen Extremisten war es im morgendlichen Berufsverkehr gelungen, das Regierungsviertel zu stürmen und mehrere Gebäude zu besetzen.

Sie beschossen den Präsidentenpalast sowie mehrere Ministerien und lieferten sich stundenlang Feuergefechte mit Polizei und Armee. Aus dem Gebäude eines Einkaufszentrums schlugen Flammen und quoll dichter Rauch. Die Kämpfe dauerten bis zum Mittag an, die Behörden erklärten jedoch, die Situation sei unter Kontrolle.

Die Ziele der 20 Selbstmordattentäter seien unter anderem der Palast von Präsident Hamid Karsai und das Finanz- und Justizministerium gewesen, sagte ein Taliban-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP.

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