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«Tages-Anzeiger» will einen Frauenanteil von mindestens 30 Prozent

Beim "Tages-Anzeiger" gilt mindestens bis Mitte 2016 "Ladies first": Die Zeitung will ihren Frauenanteil in der Redaktion von aktuell 22 Prozent auf mindestens 30 Prozent erhöhen. Mitarbeiter sollen deswegen aber nicht entlassen werden.

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Das Logo des "Tages-Anzeigers" in Zürich.

Das Logo des "Tages-Anzeigers" in Zürich.

Keystone

Den 30-Prozent-Anteil will die Chefredaktion erreichen, indem bei gleichwertigen Kandidaturen Frauen bevorzugt werden. Das steht in der sogenannten "Stauffacher Deklaration", welche von der Chefredaktion genehmigt und von der Branchenplattform persönlich.com am Montag publik gemacht wurde.

Entscheiden sich die Chefredaktoren für einen Mann, kann die Frauendelegation Gründe für den Entscheid verlangen und eine Gegenkandidatin vorschlagen. Die Frauendelegation des "Tages-Anzeigers" ist seit April aktiv und Urheberin der Frauenförderungs-Massnahme.

Kopf der Delegation ist die Journalistin Simone Meier, die sich seit längerem über die "Testosteron-Territorien" auf der Redaktion ärgert. Dazu zählt sie die Chefredaktion, die Tagesleitung sowie weite Teile der Online-Redaktion. Gegenwärtig seien fast alle Neueinstellungen Männer, sagte sie gegenüber persönlich.com.