Inland/Schweiz

Tag für Bildung: Lehrerverband lehnt freie Schulwahl und Bildungsgutscheine ab

Für den Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer ist die starke öffentliche Schule ein Grundpfeiler der Demokratie in der Schweiz. (Symbolbild)

Für den Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer ist die starke öffentliche Schule ein Grundpfeiler der Demokratie in der Schweiz. (Symbolbild)

Am internationalen Tag für Bildung fordert der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer in der Schweiz eine starke öffentliche Schule. Und er spricht sich gegen «Mogelpackungen» aus.

(gb.) Unesco, die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, hat den Freitag zum zweiten Mal zum internationalen Tag für Bildung ausgerufen. Dabei solle auf die Bedeutung der Bildung für das menschliche Wohlergehen, den Frieden und eine nachhaltige Entwicklung aufmerksam gemacht werden.

Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) nimmt den Appell der Unesco in einer Mitteilung vom Freitag auf und spricht sich gegen Privatisierung und gegen den Abbau in der Volksschule aus. Der LCH kritisiert zudem, dass Bildungsgutscheine und die freie Schulwahl die Chancengerechtigkeit und die Bildungsqualität der Volksschule bedrohten. Der Verband bezeichnet die beiden Reformvorschläge in der Mitteilung schlicht als «Mogelpackungen».

Eine freie Schulwahl propagiert in der Schweiz seit längerem der Verein Elternlobby und hat auch schon entsprechende lokale und kantonale Petitionen und Volksinitiativen lanciert. Mit Bildungsgutscheinen könnten Eltern, die ihre Kinder auf eine Privatschule schicken, einen Teil des Schulgelds vom Staat bezahlt bekommen.

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