Drogen
Swissmedic nimmt Kampf gegen Designerdrogen auf

Der Handel mit Designerdrogen boomt. Deshalb ergreift jetzt das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic im Kampf gegen die gefährlichen Substanzen eine neue Massnahme.

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Dagegen will Swissmedic vorgehen: Designerdrogen (Archivbild)

Dagegen will Swissmedic vorgehen: Designerdrogen (Archivbild)

Keystone

«Wir wollen nicht, dass die Schweiz zu einem Umschlagplatz für Dealer verkommt», sagt Hans-Beat Jenny von Swissmedic gegenüber der Zeitung «Der Sonntag».

Geplant ist eine neue Liste «e», die Teil der Revision des Betäubungsmittelgesetzes ist. Die Liste steht kurz vor dem Inkraftreten und muss nur noch durch den Bundesrat genehmigt werden. Damit soll es möglich sein, schneller zu handeln und damit effizienter gegen Dealer vorzugehen.

Zu lange Prüfungsfristen

«Bisher wurden wir mit unseren langen Prüfungsfristen der Kurzlebigkeit der Designerdrogen nicht gerecht», sagt Jenny. Denn: Die Substanzen tauchen ein paar Monate auf den Markt auf, verschwinden und werden in leicht veränderter Mischung erneut angeboten.

Designerdrogen heissen die Substanzen deshalb, weil die einzelnen Inhaltsstoffe chemisch leicht veränderbar sind - und Dealer damit schnell der drohenden Illegalität vorbeugen können. Gehandelt wird vor allem übers Internet.