Glasfaser-Datenautobahn

Swisscom und Stadt Zürich erstellen gemeinsames Glasfasernetz

Bis 2017 soll in der Stadt Zürich jeder Haushalt an eine Glasfaser-Datenautobahn angeschlossen sein. Swisscom und das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) bauen das flächendeckende Netz gemeinsam, wie sie vor den Medien mitteilten.

Statt zwei parallele Glasfasernetze wird ein einziges, gemeinsames erstellt. Es besteht aus vier Fasern: Eine ist für die Swisscom reserviert, eine für das ewz.zürinet. Die dritte und vierte Faser bleiben vorerst leer. Sie bilden eine Reserve für künftige Bedürfnisse, wie ewz-Direktor Conrad Ammann sagte.

Vorgesehen sei, dass Swisscom 25 Prozent der Gebäude erschliesse und das ewz 75 Prozent, sagte Swisscom CEO Carsten Schloter. Die Stadt Zürich will nicht selbst als Provider auftreten, sondern ihren Teil des Netzes Dritten anbieten. Dieser "Open Access" gewährleistet laut Ammann einen möglichst grossen Wettbewerb.

Nach dem Endausbau des Netzes hat dann jeder Stadtzürcher Haushalt die Wahlmöglichkeit, ob er für Telefon, Internet und Fernsehen Swisscom, einen Provider auf dem ewz.zürinet oder aber das bestehende Kabel von Cablecom nutzen will. Laut Schloter müssen die Kunden nicht mit enormen Mehrkosten rechnen: "Mehr als 15 Prozent liegen für die deutlich höhere Bandbreite nicht drin."

Die Erstellung des ewz.zürinet geht auf einen Parlamentsbeschluss und eine Volksabstimmung zurück: Im März 2007 hiessen die Stimmberechtigten der Stadt Zürich einen Rahmenkredit von 200 Millionen Franken mit deutlicher Mehrheit gut.

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