Im Moment sei einzig der Flug Bangkok-Zürich von der Änderung der Route betroffen, sagte Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann am Donnerstagabend auf Anfrage der sda. Die Route verlaufe jetzt südlich der Ukraine über das Schwarze Meer.

Auch die Swiss-Muttergesellschaft Lufthansa passte ihre Flugroute nach Asien an, wie ein Sprecher am Donnerstag in Frankfurt sagte. Es seien bisher vier Maschinen umgeleitet worden. Der Luftraum über dem Gebiet sei nicht gesperrt gewesen und sei es auch nach dem Unglück nicht, sagte der Sprecher.

Luftraum bleibt offen

Die Europäische Flugsicherung bewertet den Absturz der Passagiermaschine vorerst als Unfall. Ein Sprecher der Behörde sagte auf Anfrage der Tageszeitung "Die Welt": "Wir untersuchen den Vorfall derzeit.

Aktuell haben wir aber keinen Anlass für eine Sperrung des Luftraums", sagte der Eurocontrol-Vertreter. "Der Luftraum ist weiter offen." Täglich würden Hunderte von Flügen die Region in über zehn Kilometer Höhe überfliegen.

Viele Niederländer an Bord

Die Passagiermaschine der Malaysia Airlines mit 295 Menschen an Bord war im Osten der Ukraine abgestürzt. Die Trümmer liegen im Kampfgebiet. Regierungstruppen und Separatisten beschuldigen sich gegenseitig, den Jet abgeschossen zu haben.

An Bord des Fluges MH 017 sollen nach Berichten niederländischer Medien Dutzende niederländischer Passagiere gewesen sein. Der Reiseveranstalter D-Reizen teilte am Donnerstag mit, dass 25 Niederländer über ihn den Flug gebucht hatten. Der Veranstalter WTC schätzte, dass bei ihm etwa 20 bis 30 Niederländer den Flug gebucht hatten.