Bundesratswahlen

SVP will Rime ins Rennen schicken - CVP-Spitze will verzichten

SVP-Leitung schickt Jean-François Rime ins Rennen (Archiv)

SVP-Leitung schickt Jean-François Rime ins Rennen (Archiv)

Die SVP soll mit dem Freiburger Nationalrat Jean-François Rime ins Rennen um einen Bundesratssitz steigen. Dies schlägt die Parteileitung vor. Die CVP will dagegen auf eine Kampfkandidatur verzichten.

Die Parteileitung der SVP hat sich entschieden: Sie habe die Kandidaturen geprüft und empfehle nun der Fraktion, Rime zu nominieren, teilte die SVP am Dienstag mit. Die Fraktion dürfte dieser Empfehlung folgen. Sie trifft sich am Freitag und Samstag, die Nomination erfolgt voraussichtlich am Freitag.

Die SVP räumt ein, dass ihre Chancen gering sind: "Die wahrscheinlichste Variante ist, dass wir es nicht schaffen", sagte Parteipräsident Toni Brunner vor den Medien. Mit Rime präsentiere die SVP jedoch eine Persönlichkeit, die "nicht chancenlos" sei.

Auswahl aus sechs Kandidaten

Laut Brunner hatten sich insgesamt sechs Personen beworben. Namen wollte der SVP-Präsident nicht nennen. Der 60-jährige Rime, der seit 2003 im Nationalrat sitzt, ist Verwaltungsratspräsident einer Grossägerei und Inhaber dreier Unternehmen. Er würde die "dringend notwendige" technische, wirtschaftliche und unternehmerische Kompetenz in den Bundesrat einbringen, hält die SVP fest.

Schon früher im Gespräch

Rime selbst präsentierte sich als KMU-Vertreter. Auf seine Chancen als Romand angesprochen sagte Rime, er sei ebenso Deutschschweizer wie Urs Schwaller Romand sei. Der Deutschfreiburger Schwaller war bei den letzten Bundesratswahlen für die CVP als Kampfkandidat angetreten, worauf eine Sprachendebatte entbrannte.

Anspruch bekräftigt

Toni Brunner schloss nicht aus, dass Rime in einem Jahr wieder antreten könnte. Bei den kommenden Bundesratsersatzwahlen vom 22. September macht die SVP sowohl der SP als auch der FDP den Sitz streitig. Am Dienstag bekräftigte sie ihren Anspruch auf einen der frei werdenden Sitze.

CVP will verzichten

Entscheide fielen am Dienstag auch bei der CVP: Die CVP-Spitze will auf eine eigene Bundesratskandidatur verzichten. Nach Gesprächen mit den anderen Bundesratsparteien und den Grünen sei klar geworden, dass eine CVP-Kandidatur keinen Erfolg haben werde, teilte die Partei mit.

SP-Entscheid am Mittwoch

Am Mittwoch will die SP-Leitung ihre Empfehlung zu Handen der Fraktion bekannt geben. Im Rennen sind die Bernerin Simonetta Sommaruga, die Baslerin Eva Herzog, die St. Gallerin Hildegard Fässler sowie die Zürcherin Nationalrätin Jacqueline Fehr.

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