Nadja Pieren

SVP-Vizepräsidentin: Ich verstehe Natalie Ricklis Ärger

Interview mit Nadja Pieren

Interview mit Nadja Pieren

Nadja Pieren, Vize-Präsidentin der SVP, war bei der Wahl des Fraktionspräsidiums selbst dabei. Sie nimmt Natalie Rickli in Schutz und verteidigt deren Äusserungen. Das Problem sieht Pieren bei den Medien. Der SVP werde ein Skandal untergeschoben.

«Es war gar keine Chaos-Wahl», sagt SVP Vizepräsidentin Nadja Pieren. Sie störe sich daran, dass die Fraktionspräsidiums-Wahl der SVP von den Medien zu einem Skandal aufgebauscht werde. Es sei lediglich eine konstruktive Diskussion über die Zusammensetzung gewesen. Natalie Rickli sei, wie sie selbst im Parteipräsidium, als Vertretung der Jungen für das Fraktionspräsidium vorgesehen gewesen.

Was nicht passt, wird passend gemacht

Die Wahl von Alex Kuprecht war ein demokratischer Entscheid. Warum es erst nach dem Beschluss zu Diskussionen über die Zusammensetzung des Fraktionspräsidiums gekommen ist, bleibt ein Rätsel. Bei der SVP scheint zu gelten: Was nicht passt, wird passend gemacht. Die Vermutung, Kuprecht sei zu einem Rückzug gedrängt worden, liegt also nahe.

«Nein, ganz und gar nicht. Über ihn haben wir nicht diskutiert sondern über Natalie Rickli», protestiert Nadja Pieren. «Wir wollten eine junge Person in der Fraktion. Herr Kuprecht hat das eingesehen und freiwillig das Mandat abgelehnt.» Pieren räumt aber ein, dass man hätte sich zuerst besprechen und dann abstimmen hätte sollen.

Natalie Ricklis verärgerte und ausufernde Äusserungen vor den Medien verteidigt die Vize-Präsidentin. «Ich verstehe, dass sie sich aufregt». Es gehe nicht, dass irgendwelche Leute aus der Partei Unwahrheiten erzählen. Rickli habe nur eine Richtigstellung der Dinge gewollt.

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