SVP verliert laut Umfrage Wähleranteile - BDP legt zu

Toni Brunner verteidigt seine SVP

Toni Brunner verteidigt seine SVP

Würde in der Schweiz ein neues Parlament gewählt, erhielte die SVP 22,8 Prozent Wählerstimmen. Das sind 6,2 Prozent weniger als vor gut einem Jahr, als die SVP bei den National- und Ständeratswahlen auf einen Wähleranteil von 29 Prozent kam.

Dies zeigt das Politbarometer vom Institut Isopublic, für welchen im Auftrag der "Sonntagszeitung" 1231 Stimmberechtigte befragt worden waren. Zugelegt hat gemäss Politbarometer vor allem die BDP, die neu auf einen Wähleranteil von vier Prozent zählen kann.

SVP-Parteipräsident Toni Brunner relativiert diese Zahlen und verweist in einem Interview mit der Zeitung auf die Erfolge in der tagesaktuellen Politik. "Letztes Wochenende gewannen wir zum Beispiel die Abstimmung zur Schulharmonisierung in Nidwalden und siegten im Aargau gegen den amtierenden Bildungsdirektor der CVP."

Zudem habe die Partei mit dem 40 Prozent Nein-Anteil bei der Personenfreizügigkeit Kreise "über unsere Wählerschaft hinaus" angesprochen.

Und nein, die Partei habe kein Führungsproblem. Zwar gebe es innerhalb der Partei eine gewisse Verunsicherung. Das habe aber weniger mit Christoph Blochers Arbeit zu tun als vielmehr damit, "dass gewisse Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit geführt werden", sagte Brunner weiter.

Auf den Vorwurf der Tatenlosigkeit seitens Parteipräsident sagte Brunner: "Ich wollte keine Maulkörbe verteilen. Wir sind jetzt jedoch an einem Punkt angelangt, wo wir uns alle disziplinieren müssen."

Im Bundesratsrating legt Hans-Rudolf Merz markant zu. Beim letzten Politbarometer wollten noch 57 Prozent der Wählenden, dass Bundesrat Merz mehr Einfluss erhält. Heute sind es 78 Prozent. Dicht auf den Fersen folgen ihm die Bundesrätinnen Doris Leuthard und Eveline Widmer-Schlumpf mit 77 und 76 Prozent.

SP-Bundesrat Moriz Leuenberger hat in der Wählergunst etwas zugelegt und belegt vor Ueli Maurer und Pascal Couchepin Platz 5 im Ranking.

Meistgesehen

Artboard 1