Asylwesen

SVP Toggenburg startet Petition gegen weitere Asylunterkunft

Die SVP Toggenburg nennt Bettwil als Beispiel: Nein zu Asylsuchenden (Symbolbild)

Die SVP Toggenburg nennt Bettwil als Beispiel: Nein zu Asylsuchenden (Symbolbild)

Die SVP Toggenburg will mit einer Petition öffentlich Druck gegen weitere Asylunterkünfte im Toggenburg machen. Das Tal dürfe nicht zum kantonalen oder nationalen Asylzentrum werden, schreibt die SVP am Dienstag in einer Mitteilung.

Das Beispiel aus Bettwil AG habe gezeigt, dass sich die Behörden nicht über einen grossen öffentlichen Druck hinwegsetzen können. Bettwil war vom Bund als Standort für ein Asylzentrum mit 80 bis 100 Plätzen vorgesehen.

Die Gemeindebehörden und die Bevölkerung wehrten sich aber vehement dagegen. Der Bund musste sein Vorhaben für ein Asylzentrum schliesslich aus rechtlichen Gründen zurückziehen.

Die Vereinigung der St.Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) sucht seit Wochen nach zusätzlichen Asylunterkünften. Weil die bisherigen Unterkünfte ausgelastet sind, müssen im Kanton St. Gallen Plätze für zusätzliche 200 Asylsuchende zur Verfügung gestellt werden.

Fündig geworden ist die VSGP in der Gemeinde Ebnat-Kappel. Die Toggenburger Gemeinde unterstützt die Möglichkeit, das Berghaus Grilen für drei Monate als Gruppenunterkunft für 50 Asylsuchende zur Verfügung zu stellen.

Am 1. Juni soll eine weitere Asylunterkunft mit 60 Plätzen im Toggenburg eröffnet werden, wie die VSGP und die Gemeinde Nesslau-Krummenau am Sonntag mitteilten. Als Unterkunft vorgesehen ist das Gasthaus "Seeben" in Ennetbühl, das Ende April seinen Betrieb einstellt.

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