Wahlen 2015

SVP-Präsident wirbt bei Grünliberalen um Listenverbindungen

Listenverbindungen? Parteipräsidenten Brunner und Müller (Archiv)

Listenverbindungen? Parteipräsidenten Brunner und Müller (Archiv)

SVP-Präsident Toni Brunner reicht im Hinblick auf die Wahlen 2015 der Grünliberalen Partei die Hand. Er fordert sie auf, über Listenverbindungen mit SVP und FDP nachzudenken. Es gehe darum, das bürgerliche Lager in der kommenden «Richtungswahl» zu stärken.

"Unser natürlicher nächster Partner, mit dem wir die grössten Übereinstimmungen haben, ist nach wie vor die FDP", sagte Brunner in einem Interview mit der "Schweiz am Sonntag". Doch im Bezug auf die GLP breche er nun ein Tabu und sage: "Wieso nicht auch einmal Listenverbindungen im Verbund mit der SVP und der FDP?"

Die Grünliberalen würden "ab und an" konsequenter als die CVP und die BDP politisieren. In finanz- und wirtschaftspolitischen Fragen sowie in Ausländer- und Asylfragen seien "durchaus Berührungspunkte vorhanden".

Im Gegensatz zu den Wahlen 2011, in dem das bürgerliche Lager "zwischen vier uns sieben Sitze an Mitte-Links verlor, weil es getrennt in die Wahlen stieg", solle für 2015 "in rund zehn Kantonen irgendeine Art Verbindung zwischen SVP und FDP möglich sein", schätzt Brunner.

Vorbehalte seitens der FDP

Die Schweiz stehe vor einer Richtungswahl. Der Freisinn müsse entscheiden zwischen einer "Stärkung der freiheitlichen und ordnungspolitischen Geister, oder den Sozialisten und ihren Verbündeten in die Hände spielen."

Keine Partei werde deswegen ihre Positionen über Bord werfen müssen. "Dies ist eine rein rechnerische Übung", sagte der St. Galler Nationalrat. Dem pflichtet auch FDP-Präsident Philipp Müller bei. Listenverbindungen seien "eine rein arithmetische Angelegenheit", sagte er in einem Interview mit der "Sonntagszeitung".

Es gehe dabei einzig darum, allfällige Restmandate nicht der Links-Grünen zu überlassen. Vor allem die Kantonalparteien seien für Listenverbindungen zuständig. Müller prophezeit bei denen indes "einige inhaltliche Diskussionen, insbesondere in der Romandie", wenn die SVP "wirklich an allen angekündigten Initiativen" festhalte.

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