Bundesratswahlen

SVP-Nationalrat Spuhler sagt ab und greift Caspar Baader an

Peter Spuhler ist von Parteikollege Caspar Baader enttäuscht. (Archiv)

Spuhler zeigt sich von Baader enttäuscht (Archiv)

Peter Spuhler ist von Parteikollege Caspar Baader enttäuscht. (Archiv)

Weitere Absage bei der SVP: Nach Fraktionspräsident Caspar Baader will sich auch Nationalrat Peter Spuhler nicht als Kampfkandidat zur Verfügung stellen. Spuhler zeigt sich von Baaders Rückzug überrascht - für die SVP sei klar gewesen, dass er antreten werde.

"Ich persönlich stehe nicht zur Verfügung", sagte der Thurgauer Nationalrat am Donnerstag im Interview mit Radio Top. Er sei von der Parteileitung angefragt worden, wolle sich aber auf sein Unternehmen konzentrieren.

"Enttäuscht" sei er gewesen, als er von Baaders Absage gehört habe, sagte Spuhler. Am Montag habe man in der Fraktion beschlossen anzugreifen. "Für uns alle war eigentlich klar", dass Baader der Kandidat sei. Dass man "36 Stunden später plötzlich keinen Kandidaten mehr hat", habe ihn überrascht. Baader war von Parteipräsident Toni Brunner ins Spiel gebracht worden.

Die SVP will am 22. September zuerst den Sitz der SP attackieren und - sollte sie damit erfolglos bleiben - danach jenen der FDP. Bisher will sich einzig der Aargauer Nationalrat Ulrich Giezendanner eine Kandidatur überlegen. Wie die Kantonalpartei am Donnerstag mitteilte, entscheidet sich der 56-Jährige in den nächsten Tagen.

Der Bundesrat brauche dringend mehr Wirtschaftskompetenz, Führungserfahrung und "gesunden Menschenverstand", teilte die Kantonalpartei am Donnerstag mit. Die Geschäftsleitung der SVP Aargau gibt sich überzeugt, dass Giezendanner diese Eigenschaften mitbringt.

Giezendanner gehört seit 1991 dem Nationalrat an. Er sass zuvor im Aargauer Kantonsparlament, anfänglich als Exponent der Auto-Partei. Für die eidgenössischen Wahlen 2011 nominierte die Kantonalpartei den Verkehrspolitiker bereits als Ständeratskandidaten.

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