Der Publizist stellt sich seiner Kantonalpartei als Kandidat für die Ständeratswahlen im Oktober 2019 zur Verfügung. Das gab er am Donnerstagmorgen in Zürich bekannt.

Wird Köppel von seiner Partei im Frühjahr nominiert, dürfte er gegen die bisherigen Ständeräte Ruedi Noser (FDP) und Daniel Jositsch (SP) antreten. Die beiden werden voraussichtlich nochmals kandidieren, Köppel will seine Kandidatur denn auch explizit als Angriff auf die aktuellen Zürcher Standesvertreter verstanden wissen.

«Die anderen müssen sich warm anziehen»: Roger Köppel erklärt seine Ständeratskandidatur

«Die anderen müssen sich warm anziehen»

Im Interview spricht Roger Köppel über seine Beweggründe und darüber, wie er seine Wähler überzeugen will.

«Ausgerechnet für den Kanton Zürich sitzen zwei Personen im Ständerat, die mit dem EU-Beitritt sympathisieren und sich eine engere Anbindung an Europa wünschen», sagte Köppel vor den Medien. Deshalb habe er sich zu einer Kandidatur entschlossen. Er wolle «dezidiert gegen das Kartell der EU-Anbindungs-Sympathisanten» antreten, so Köppel. Der 53-jährige Publizist sitzt seit 2015 im Nationalrat, im vergangenen Herbst hat er von seinem politischen Ziehvater Christoph Blocher das Präsidium des Komitees «EU-No» übernommen. 

Im Bundeshaus ist Roger Köppel bislang eher unauffällig geblieben, er hat nur wenige Geschäfte vertreten und war häufig abwesend. Entsprechend dürftig fiel im Winter 2017 die Bilanz zur Legislatur-Halbzeit aus: Von den bis dahin 2244 Abstimmungen im Nationalrat verpasste Köppel deren 539 unentschuldigt. Köppel fühlt sich auf der grossen Bühne wohler als im Parlamentssaal, lieber referiert er auf seinen Vortragstouren über die grossen Linien der Weltpolitik.