«Es wird jetzt gesagt, ich habe am 23. Dezember bereits etwas gewusst. Das ist schlicht und einfach nicht wahr», sagte Kaufmann am Dienstag in der Sendung «Tagesgespräch» von Schweizer Radio DRS.

Er sei selber überrascht gewesen über die Meldung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), mit welcher wenige Stunden nach Abgabe der Interpellation eine Untersuchung gegen Hildebrand wegen Devisengeschäften bekannt wurde.

Transparenz bei Devisenanlagen der SNB

Kaufmann fordert in dem Vorstoss Auskunft vom Bundesrat über die Transparenz bei Devisenanlagen der SNB, die Unterstellung der SNB unter das Börsengesetz - welches auch Insiderdelikte regelt - und die Ausgestaltung von Verhaltensregeln.

Zu Hildebrand stehe kein Wort, sagte Kaufmann. Er habe vier Interpellationen am letzten Tag der Session abgegeben und habe es bereits in der Fragestunde (vom 19. Dezember) tun wollen, sei aber zu spät gewesen.

Der Ex-Banker erklärte, er habe nie den Rücktritt Hildebrands gefordert, und das sei auch nicht sein Ziel gewesen. Ihm gehe es um die Stärkung des Vertrauens in die Nationalbank.

Demgegenüber forderten andere SVP-Politiker wie Christoph Blocher bereits im Jahr 2010 den Rücktritt Hildebrands wegen damals gescheiterten Devisenmarktinterventionen. Und im Parlament bekämpfte die SVP von der Nationalbank ausgearbeitete Auflagen zur Rettung der Grossbank UBS oder für eine schärfere Regulierung der Banken (»too- big-to-fail»-Vorlage).