Bundesratswahlen

SVP konzentriert sich voll auf einen Angriff gegen Widmer-Schlumpf

SVP-Präsident Toni Brunner vor den Medien (Archiv)

SVP-Präsident Toni Brunner vor den Medien (Archiv)

Die SVP bündelt ihre Kräfte bei den Bundesratswahlen voll und ganz zu einer Abwahl von Eveline Widmer-Schlumpf. Dieser Wahlgang sei die Nagelprobe für die Konkordanz, hier entscheide sich die Frage nach der Zukunft der Schweiz, sagt SVP-Präsident Toni Brunner.

"Wir gehen aus, dass wir beim Kampf gegen Eveline Widmer-Schlumpf nicht scheitern werden", gibt sich Brunner gegenüber der Zeitung "Sonntag" selbstbewusst. "Falls doch, hätte das Parlament die Konkordanz willentlich gebrochen."

Für die SVP wäre dies dann eine neue Ausgangslage, die Partei würde einen Unterbruch der Wahlen beantragen. "Wir bieten nicht Zombie und Teufel", meint Brunner. Wenn man der SVP den zweite Sitz jetzt nicht gebe, sei dies ein bewusster Entscheid gegen die SVP.

Brunner hofft auch, dass die SP in Sachen Konkordanz mitzieht. Die SP sei diejenige Partei, die auf das Konkordanz-System besonders angewiesen sei, sagt Brunner. Man könne aber nicht auf ein Recht pochen, das man anderen, vergleichbar starken Parteien nicht zugestehen will.

SVP und FDP aufeinander angewiesen

Bei ihrem Kampf um einen zweiten Sitz setzt die SVP laut Brunner auf ein Mitziehen der FDP. Diese sei sich bewusst, dass Geschlossenheit gegenüber SVP-Kandidaten auch im Interesse der FDP sei. Zudem sei die FDP nun mal die drittstärkste Kraft und habe gemäss Konkordanz Anrecht auf zwei Bundesratssitze.

Auch SVP-Nationalrat Peter Spuhler plädiert in der "NZZ am Sonntag" für ein enges Zusammengehen mit der FDP. Leider werde man aber von der FDP immer wieder enttäuscht, wie zuletzt bei den St. Galler Ständeratswahlen, wo die FDP-Wählerschaft grösstenteils gegen Toni Brunner gestimmt habe.

Die SVP habe demgegenüber mehrere FDP-Ständeratskandidaten unterstützt. Die FDP sei natürlicher Partner der SVP. Man müsse den Graben zwischen diesen beiden Parteien zuschütten und dafür sorgen, dass sie wieder gemeinsam bürgerliche Politik umsetzen.

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