Ständeratswahlen

SVP im Stöckli-Debakel: Amstutz muss Stöckli weichen

Hans Stöckli zieht ins Stöckli

Hans Stöckli zieht ins Stöckli

Mit Hans Stöckli hat die SP den Ständeratssitz, den sie nach der Wahl von Simonetta Sommaruga in den Bundesrat verloren hatte, zurückerobert. Der ehemalige Bieler Stadtpräsident machte das Rennen hinter dem Bisherigen Werner Luginbühl von der BDP.

Abgewählt wurde nach acht Monaten SVP-Ständerat Adrian Amstutz. Es sei für ihn im zweiten Wahlgang schwer gewesen, sagte der Abgewählte, da die Devise «alle gegen Amstutz» gelautet habe.
Mit der Abwahl von Amstutz hat die SVP ihr Vorhaben, ihre Macht im Ständerat auszubauen, erneut verfehlt. Den von ihr angekündigten Sturm aufs Stöckli verwirklichte hingegen die SP: Sie stellt in den kommenden vier Jahren zehn Ständeräte - so viel wie noch nie in ihrer gesamten Geschichte.

Die SVP hingegen hat erst vier Ständeratssitze auf sicher. Nach dem Berner Ergebnis kann die Partei froh sein, wenn sie in der kommenden Legislaturperiode nicht weniger hat als die sieben Sitze, über die sie derzeit verfügt. Von einem Misserfolg will man dennoch nichts wissen. «Der Sturm aufs Stöckli ist ein langfristiges Projekt», sagt Fraktionschef Caspar Baader.

Noch kann die SVP in fünf Kantonen einen Sitz im Stöckli holen. Allerdings sieht es für Ulrich Giezendanner, der im Aargau gegen Christine Egerszegi von der FDP antritt, eher schlecht aus. Auch Christoph Blocher in Zürich kann nicht auf einen Wahlsieg hoffen. Bleiben die Kantone St. Gallen, wo Parteipräsident Toni Brunner antritt; Uri, wo Kantonalpräsident Gusti Planzer gegen den bisherigen Markus Stadler von den Grünliberalen ins Rennen steigt; sowie Schwyz, wo mit Bruno Frick von der CVP ebenfalls ein Bisheriger auf der Poleposition vor SVP-Mann Peter Föhn steht. Am ehesten kann die SVP auf Brunner hoffen, doch das Rennen droht auch in St. Gallen eng zu werden. Laut Wahlbörse der SRG hat SP-Urgestein Paul Rechsteiner die Nase vorn. Baader gibt sich dennoch optimistisch: «Warten wir den kommenden Sonntag ab.»

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